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Reaktionen Amman-Anschläge „Große Tragödie“

 ·  Die Anschläge in Jordanien haben weltweit für Entsetzen gesorgt. Sowohl Kanzler Schröder als auch George W. Bush nannten sie einen „barbarischen Akt“. Arabische Staaten verurteilten die Anschläge - sie stünden im Gegensatz zur Lehre des Islam.

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Die Bundesregierung hat die Terroranschläge in der jordanischen Hauptstadt Amman scharf verurteilt. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sandte dem jordanischen König Abdullah II. am Donnerstag ein Beileidsschreiben und erklärte, Deutschland stehe in diesen tragischen Stunden an der Seite Jordaniens. Schröder schrieb: Diese „barbarischen Akte“ seien eine Mahnung, in den „Anstrengungen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus nicht nachzulassen“.

Außenminister Joseph Fischer (Grüne) betonte, diese „Akte terroristischer Gewalt“ seien durch nichts zu rechtfertigen. Die Hintergründe der Anschläge müßten aufgeklärt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Die jordanische Regierung könne sich auf die Solidarität der Bundesregierung verlassen. „Wir werden in unserem gemeinsamen entschlossenen Kampf gegen den Terrorismus nicht nachlassen“, betonte Fischer.

Keine Hinweise auf die Anschläge

König Abdullah II. brach eine Reise nach Kasachstan ab und kehrte noch am Donnerstag nach Amman zurück. Am Ort der Anschläge forderte er die Sicherheitskräfte seines Landes auf, „weitere Maßnahmen zum Schutz der Bürger und Gäste des Königreiches zu ergreifen, damit Jordanien ein Musterbeispiel für Sicherheit und Stabilität bleibt“.

Der stellvertretende Ministerpräsident Marwan Muascher dementierte Berichte, wonach die Regierung vor den Anschlägen konkrete Hinweise auf Terrorattacken gehabt haben soll. Muascher sagte, es sei wahrscheinlich, daß Al Zarqawi hinter den Anschlägen stecke. Denn mehrere Terrorzellen, die von den jordanischen Behörden in den vergangenen zwei Jahren aufgespürt worden seien, hätten Verbindungen zu ihm gehabt.

Bush: „Barbarischer Akt“

Der amerikanische Präsident George W. Bush nannte die Attentate einen „barbarischen Akt“ und „feigen Angriff auf unschuldige Jordanier und ihre Gäste“. Die Anschläge zeigten abermals die „furchtbare Grausamkeit der Terroristen und den hohen Blutzoll, den diese zivilen Gesellschaften abverlangen“. Bush sicherte dem jordanischen Volk und König Abdullah die „volle Unterstützung bei den Bemühungen zu, die Terroristen ihrer gerechten Strafe zuzuführen“.

Jordanien sei ein wichtiger Verbündeter im Kampf gegen den Terrorismus und werde alle erdenkliche Hilfe erhalten. Außenministerin Condoleezza Rice bezeichnete die Anschläge als eine „große Tragödie“, die abermals zeige, „wie schwierig der Kampf ist, den wir ausfechten“.

Araber sind entsetzt

Vor allem auch im arabischen Raum sorgten die Anschläge für Entsetzen. Der irakische Präsident Dschalal Talabani erklärte, der Anschlag zeige, „daß der Terrorismus nicht nur das irakische Volk betrifft, sondern daß er eine globale Bedrohung ist“. Syrien drückte Beileid und Solidarität mit dem jordanischen Volk aus. Der palästinensische Ministerpräsident Qurei erklärte, Ziel der Anschläge sei die Destabilisierung der Region. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums betonte, die Anschläge verletzten die „grundlegendsten Menschenrechtsprinzipien“ und stünden im Gegensatz zur Lehre des Islam.

Doch auch von katholischer Seite gab es Reaktionen. Papst Benedikt XVI. zeigte sich „tief betroffen“. Er ermutige dennoch alle, die sich für dauerhaften Frieden und den Respekt der Menschenrechte einsetzen, mit ihrer Arbeit fortzufahren.

Bei mehreren Explosionen in Hotels von Amman wurden am Mittwochabend nach mehr als 60 Menschen getötet und rund 150 verletzt. (Siehe auch: Al Qaida bekennt sich zu Anschlägen in Amman)

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