27.06.2008 · Urlaubsgrüße per Postkarte sind nicht nur unter Freunden und Verwandten oft gern gesehen. So mancher hat sich ganz dem Sammeln der bunten Billets verschrieben. Zeugnisse solcher Philokartie lassen sich im Netz einige finden.
Von Jakob Strobel y SerraDie Philokartie ist weder eine Herrschaftsform noch eine Gesinnung, sondern höchstens ein Spleen, dem anscheinend eine ganze Menge Menschen anheimgefallen sind. Zumindest machen sich die Philokartisten, die Freunde des Sammelns von Postkarten, im Netz stark bemerkbar. Ein besonders enthusiastischer Philokartist hat für seine Gesinnungsgenossen auf seiner Homepage (www.ansichtskarten-sammeln.de) viele nützliche Links zu Auktionshäusern, Antiquaren, Online-Shops und virtuellen Tauschbörsen gesammelt und ein lehrreiches Glossar zusammengestellt. Jetzt wissen wir, was Ephemera und Oilette sind.
Wer es noch genauer wissen will, kann die Fachzeitschrift „AK Express“ studieren (www.ak-express.de), die sich einzig und allein dem Thema Ansichts- und Postkarte widmet. Streng wissenschaftlich beschäftigt sich die Website www.tu-chemnitz.de mit den linguistischen Aspekten des Kommunizierens mittels Postkarte.
Die elektronische Variante
Tausende alte Postkarten, geordnet nach Sujets wie Zirkus, Freimaurer oder Stummfilmstars, und einen kurzen historischen Abriss findet man bei www.postkarten-archiv.de. Ausführlich wird der Triumphzug der Postkarte auf der Website www.avgcard.de geschildert. Hier nur so viel: Die erste Postkarte wurde am 1. Oktober 1869 als „Correspondenz-Karte“ von der kaiserlich-königlich-österreichisch-ungarischen Post befördert.
Heute erstellt man Postkarten gerne auch elektronisch. Darauf haben sich eine Reihe Internetanbieter spezialisiert, zum Beispiel www.postkarten-fabrik.de, www.postcardo.com, www.seelenfarben.de und www.postkarte-verschicken.de. Man bastelt sich die Postkarten entweder mit einem eigenen Motiv oder einem vorgegebenen, druckt sie sich aus oder verschickt sie als E-Card, zahlt für das Ganze ein, zwei Euro oder auch gar nichts.
Menschen mit gehobenem Geschmack können sich auch bei www.artsforcards.de bedienen, dem „Portal für künstlerische, romantische Grußkarten“. Darunter sind Gemälde und Aquarelle mit zwei Raben im Mondenschein oder einem Leuchtturm in der Brandung zu verstehen, also Motive nur für die Fanatischsten unter den Philokartisten.