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Zeitungsberichte Doch kein Stellenabbau bei der Bahn

 ·  Nach der Einigung im Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL hatte Bahnchef Mehdorn Preiserhöhungen und Stellenabbau angekündigt. In einem Gespräch mit Transnet-Chef Hansen rudert er jetzt zurück.

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Pläne für einen Stellenabbau und die Kündigung des Jobpaktes bei der Bahn sind offenbar vom Tisch. Wie die Tageszeitung „Die Welt“ berichtete, hat Bahnchef Hartmut Mehdorn nach Angaben des Vorsitzenden der Bahngewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, seine Drohung fallengelassen, als Folge der hohen Tarifabschlüsse Arbeitsplätze abzubauen.

„Herr Mehdorn hat mir gegenüber erklärt, dass er die Ansage, das Beschäftigungsbündnis aufzukündigen, zurücknimmt. Das ist definitiv“, sagte Hansen der Zeitung nach einem Gespräch mit dem Bahnchef. Dieser habe zugesagt, dass „die Senkung der Personalkosten nicht die erste und einzige Lösung“ für die höheren Belastungen durch die Tarifabschlüsse sein werde. Die Bahn lehnte eine Stellungnahme ab.

Der Aufsichtsrat soll entscheiden

Die Bahn hatte sich mit der Tarifgemeinschaft Transnet/GDBA und mit der GDL auf Eckpunkte für Tarifverträge geeinigt, die den Konzern nach eigenen Angaben in den kommenden fünf Jahren mit rund zwei Milliarden Euro zusätzlich belasten. Nach der Verständigung mit der GDL am vergangenen Wochenende hatte Mehdorn den Abbau und die Verlagerung von Stellen in Billiglohnländer angedroht, um so die steigenden Ausgaben in den Griff zu bekommen. Hansen hatte den Bahnchef daraufhin in einem persönlichen Schreiben heftig kritisiert und ein sofortiges Gespräch gefordert.

Man sei übereingekommen, so Hansen laut Zeitung, dass „die möglichen und notwendigen Maßnahmen zur Sicherung der geplanten Wirtschaftsergebnisse im Aufsichtsrat zu entscheiden“ seien. Hansen fordert daraufhin laut Zeitung, dass der Eigentümer der Bahn, der Bund, sich nun ebenfalls Gedanken darüber machen müsse, wie der Staatskonzern die gestiegenen Ausgaben ausgleichen könne, ohne dass dabei Jobs gefährdet werden. Darüber sei er, Hansen, sich mit Mehdorn einig.

Der CDU-Politiker und Bahn-Aufsichtsrat Georg Brunnhuber wies hingegen ein direktes Eingreifen des Bundes zur Entlastung der Bahn als unrealistisch zurück. Dafür seien „gar keine Mittel vorhanden“, sagte er der Zeitung. Auch im Bundesverkehrsministerium habe man eine Entlastung der Bahn durch den Bund zurückgewiesen.

Quelle: FAZ.Net mit Material von ddp
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