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Tarifstreit bei der Bahn Die Gespräche gehen weiter - mit Hoffnung auf ein neues Angebot

21.11.2007 ·  Nachdem es gestern bei dem Treffen zwischen Hartmut Mehdorn und Manfred Schell keine Einigung, keinen Kommentar und auch kein Angebot gab, versuchen es der Bahnchef und der Anführer der Lokführer heute abermals. Die Gewerkschaft rechne mit einem neuen Angebot von der Bahn.

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Im Bahn-Tarifstreit setzen die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft der Lokführer GDL ihre Gespräche am Mittwoch fort. Das sagte der GDL-Bezirksvorsitzende von Nordrhein-Westfalen, Frank Schmidt, in Dortmund. Die Gewerkschaft rechne mit einem neuen Angebot der Bahn. „Es hat gestern kein Angebot gegeben, aber man ist auf einem guten Weg“, sagte Schmidt. Ort und Zeit des Treffens nannte er nicht. Die Bahn wollte dazu keine Stellung nehmen. „Wir haben Stillschweigen vereinbart“, sagte ein Sprecher.

Bei ihren Treffen am Dienstag in Hessen erzielten Bahnchef Hartmut Mehdorn und GDL-Chef Manfred Schell zunächst keine Einigung. Am Abend hatten sie nach einem rund vierstündigen Austausch die alte Bahnzentrale in Frankfurt kommentarlos verlassen. Unklar blieb auch, ob die Bahn wie erwartet ein neues Angebot vorgelegt hat. Neue Streiks hat die Gewerkschaft zunächst nicht angekündigt.

Gespräche waren unterbrochen

Die Gespräche hatten bereits am Dienstagvormittag in Egelsbach bei Darmstadt begonnen und waren dann zunächst unterbrochen worden. Die GDL hatte ursprünglich mitgeteilt, nach Ende des Treffens über den Verlauf zu informieren. „Zwischenstände“ würden aber nicht an die Öffentlichkeit getragen, sagte Schell. Der GDL-Chef wird am Vormittag bei einer regulären Versammlung des GDL-Bezirks Nordrhein-Westfalen in Dortmund erwartet.

Video: Spitzengespräch zwischen Bahn und GDL

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlangte von den Tarifparteien „volle Konzentration“ auf eine schnelle Einigung. „Der Tarifkonflikt bei der Bahn darf nicht bis Weihnachten dauern“, sagte Merkel der „Bild“-Zeitung. Noch Ende vergangener Woche hatte die GDL mit einem unbefristeten Ausstand gedroht.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) betonte am Dienstag, die Bahn wolle der GDL ein neues Angebot vorlegen. Ob das dann eine tragfähige Basis für neue Verhandlungen darstelle, sei offen. „Die Positionen sind leider davon noch weit entfernt“, sagte Tiefensee.

4,5 Prozent mehr Geld, 600 Euro Einmalzahlung

Das bisherige Angebot der Bahn enthält 4,5 Prozent mehr Geld, 600 Euro Einmalzahlung sowie weitere Verdienstmöglichkeiten durch Mehrarbeit. Die GDL fordert einen eigenständigen Tarifvertrag für das Fahrpersonal und deutliche Einkommensverbesserungen im zweistelligen Prozentbereich.

Schon vor Beginn des Treffens der Spitzenvertreter von Bahn und GDL forderte der Vorsitzende der Verkehrsgewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, ebenfalls ein neues Angebot der Bahn. Er gehe davon aus, dass die Bahn „auch die Interessen der übrigen Bahnangestellten“ berücksichtige.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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