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Nach der Streik-Absage Die Züge rollen fast wie gewohnt - fast überall

10.03.2008 ·  Nach der Absage des Lokführerstreiks ist der Zugverkehr in Deutschland nach Angaben der Deutschen Bahn „gut gestartet“. Es seien deutlich mehr Züge unterwegs, als der ursprünglich eingesetzte Ersatzfahrplan vorgesehen habe.

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Nachdem die Streiks der Lokführer kurzfristig abgesagt wurden, ist der Bahnverkehr in vielen Regionen ohne größere Behinderungen angelaufen. „Im Regionalverkehr sind wir bis auf einzelne Ausnahmen pünktlich gestartet“, sagte ein Bahn-Sprecher am Morgen in Berlin. Auch im Fernverkehr seien schon zusätzliche Züge im Einsatz. Bundesweit seien bereits rund dreißig kurzfristig bereitgestellte Züge zusätzlich zum ursprünglich vorgesehenen Ersatzfahrplan im Einsatz.

In Nordrhein-Westfalen hingegen kam es nach Angaben der Bahn zu den erwarteten Einschränkungen im Regionalverkehr. Es ist ein sehr hoher logistischer Aufwand, die Notfahrpläne sofort wieder auf die Regelpläne umzustellen“, erklärte ein Sprecher. In NRW war seit Mitternacht etwa jeder zweite Zug im Nah- und Fernverkehr ausgefallen. Keine größeren Behinderungen gab es in Hamburg und Schleswig- Holstein. „Es läuft im wesentlichen wie geplant“, sagte ein Bahn-Sprecher in Hamburg. Im Fernverkehr sei bereits begonnen worden, zusätzliche Züge wieder in den Takt einzugliedern.

Planmäßig unterwegs sind zudem die S-Bahnen in Hamburg und in Berlin. Auch die Regionalbahnen verkehrten in der Hauptstadt, wo der Berufsverkehr zusätzlich durch einen Streik der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) belastet ist, nahezu fahrplanmäßig.

Normaler S-Bahn-Betrieb in Rhein-Main

Im Rhein-Main-Gebiet konnten sich Pendler ebenfalls über einen normalen S-Bahn-Betrieb freuen. Lediglich im Regionalverkehr fuhren die Züge nach dem angekündigten Ersatzfahrplan. Im Lauf des Tages werde aber auch hier versucht, den Betrieb auf normales Niveau hochzufahren, sagte ein Bahn-Sprecher in Frankfurt. „Weitgehend planmäßig“ gestaltete sich der Bahnverkehr laut Bahn am Morgen zudem in Rheinland-Pfalz und im Saarland. In Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt könne es wegen der Fahrplanumstellung noch zu Verspätungen und vereinzelten Zugausfällen im morgendlichen Berufsverkehr kommen, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Auch in Baden-Württemberg fielen am Morgen zahlreiche Züge im Fern- und Regionalverkehr aus. In Stuttgart fuhr eine S-Bahn-Linie nicht, eine andere nur auf einem Teilabschnitt. In Mannheim verkehrten die meisten S-Bahnen zunächst nur im Stundentakt.

Die Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL hatten am Sonntag ihren fast ein Jahr dauernden Tarifstreit beigelegt. Daraufhin hatte die GDL den für heute angekündigten unbefristeten Arbeitskampf kurzfristig abgesagt und die Bahn eine Klage gegen den Ausstand vor dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main zurückgezogen. Der nun gefundenen Einigung zufolge verpflichten sich die GDL einerseits sowie die beiden größeren Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA andererseits, Tarifverträge der jeweils anderen Seite anzuerkennen. Dafür schlossen GDL sowie Transnet/GDBA entsprechende Verträge mit der Bahn.

Auch in der bis zuletzt strittigen Frage, welche Gewerkschaft die Verhandlungsmacht für rund 3000 Lokrangierführer bekommt, war eine Verständigung erreicht worden. Dafür sollten Transnet und GDBA zuständig sein, sagte Schell am Sonntag. Die Bahn hatte eine Abstimmung der Gewerkschaften zur Bedingung gemacht, damit sie den mit der GDL Ende Januar fertig ausgehandelten Entgelt-Tarifvertrag mit elf Prozent Einkommensplus unterschreibt. Die GDL hatte die Unterschrift der Bahn mit der Streikdrohung erzwingen wollen.

Aktuelle Informationen bietet die Bahn auf ihrer Internetseite oder unter der Telefonnummer 08000/996633.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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