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Das Beste für Conti Schluss mit der Schlammschlacht

10.08.2009 ·  Continental braucht Kapital. Doch in dieser Hinsicht stellt sich Schaeffler weiter quer. Damit nimmt der Streit zwischen dem Autozulieferer und dem Reifenhersteller irrationale Züge an. Denn Schaeffler schneidet sich dadurch ins eigene Fleisch.

Von Holger Steltzner
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Continental braucht Kapital. Wenn der Mehrheitsgesellschafter Schaeffler sich weiter querstellt, dann droht eine Liquiditätskrise, und die Familie Schaeffler müsste sich vorwerfen lassen, gegen das Interesse von Conti zu handeln. So etwas dürfte auch ein Mehrheitsgesellschafter nicht tun, mit Blick auf die anderen Gesellschafter, die Beschäftigten, die Kunden, aber auch wegen des eigenen Geldbeutels. Doch leider nimmt der Streit zwischen Schaeffler und Conti Züge einer irrationalen Schlammschlacht an. Hierzu haben fast alle handelnden und beratenden Personen auf beiden Seiten beigetragen.

Vielleicht hilft ein Blick ins Aktiengesetz. Dem zufolge soll ein Aufsichtsrat unabhängig agieren und stets das Interesse des ganzen Unternehmens vertreten. Ob dies bei dem derzeitigen Aufsichtsratsvorsitzenden von Conti, Rolf Koerfer, dem Rechtsbeistand der Familie Schaeffler, der Fall ist, darf bezweifelt werden. Gleichwohl hat der Mehrheitsgesellschafter guten Grund, sich vom Conti-Vorstandschef Karl-Thomas Neumann zu trennen. Am besten wäre es, der Aufsichtsrat beschließt am Mittwoch eine Kapitalerhöhung, trennt sich von Neumann und sucht sich rasch einen neuen Vorsitzenden.

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Jahrgang 1962, Herausgeber.

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