14.06.2007 · Eine Woche vor dem Start des großen Finals zwischen Titelverteidiger „Alinghi“ und Neuseeland hat sich der Kopf des Schweizer Segelsyndikats, Ernesto Bertarelli, über unsportliche Attacken durch neuseeländische Fans beklagt.
Schlechte Stimmung beim America’s Cup – eine Woche vor dem Start des großen Finals zwischen Titelverteidiger „Alinghi“ und dem Herausforderer aus Neuseeland hat sich der Kopf des Schweizer Segelsyndikats, Ernesto Bertarelli, über unsportliche Attacken durch neuseeländische Fans beklagt.
Einige hundert von ihnen bevölkern seit mehreren Wochen Valencias Yachthafen und sorgen anscheinend nicht nur für faire Unterstützung. Berichtet wird von Schmährufen und beleidigenden Gesten gegenüber den „Alinghi“-Seglern. „Ein Teil dieses Verhaltens ist wieder zu sehen, wie wir es beim letzten Mal in Auckland erlebt hatten“, sagte der Genfer Milliardär in einem Interview. „Ich bin schockiert.“
Ziel der Beschimpfungen sind vor allem die neuseeländischen Teammitglieder der Schweizer, darunter auch Skipper Brad Butterworth, denen schon vor vier Jahren von den Landsleuten mangelnder Patriotismus vorgeworfen wurde. Bei der Ausgabe 2003 in ihrer Heimat war den abtrünnigen „Kiwis“ eine Welle der Antipathie entgegengeschlagen, sogar einige Medien beförderten die Diskussion um die segelnden „Verräter“. Aus dem Lager der neuseeländischen Crew wird derweil dementiert, die Aggressionen zu schüren für eine erfolgreiche Revanche. „Wir wollen gewinnen, ja“, sagte Teamchef Grant Dalton, „aber kein Hass-Duell.“