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America's Cup Zerfetzter Spinnaker kostet Neuseeland den Sieg

29.06.2007 ·  Titelverteidiger „Alinghi“ ist im Duell um den America's Cup 3:2 in Führung gegangen. Die Schweizer profitierten im fünften Aufeinandertreffen davon, dass der große rote Spinnaker von Herausforderer „Team New Zealand“ platzte.

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Das Schweizer Segel-Team „Alinghi“ ist nur noch zwei Punkte von der erfolgreichen Titelverteidigung im America's Cup entfernt. Die Mannschaft von Sportdirektor Jochen Schümann profitierte am Freitag im fünften Rennen vor Valencia von einem geplatzten Spinnaker an Bord der Yacht NZL 92, die 28 Minuten nach dem Start mit 80 Metern Vorsprung in Führung lag. Alinghi nutzte die Panne des Herausforderers, kurvte an „Team New Zealand“ vorbei und gewann das Rennen mit 19 Sekunden Vorsprung. In der „Best of nine“- Serie steht es nun 3:2 für den Titelverteidiger.

„Den Punkt haben wir nicht gewonnen. Den haben die Neuseeländer uns geschenkt“, sagte Schümann nach dem Rennen. Seine Crew um Skipper Brad Butterworth hatte bereits am Start wertvolle Sekunden verloren. Danach überzeugten die Neuseeländer mit besserer Positionierung und guter Geschwindigkeit und rundeten die erste Wendemarke mit zwölf Sekunden Vorsprung. „Team New Zealand ist offenbar auch bei mehr Wind schneller als viele dachten“, meinte Schümann.

„Ein Punkt ist ein Punkt“

Erst als der riesige rote Spinnaker der Neuseeländer platzte, und die Mannschaft das zerfetzte Tuch in frischen Winden um 15 Knoten fünf Minuten lang nicht bändigen konnte, gelang den Schweizern der Durchbruch. „Ein Punkt ist ein Punkt“, sagte sich Schümann trotz der wenig überzeugenden Leistung seines Teams. „Man sieht wieder einmal, dass es auch im America's Cup vor allem um Fehlervermeidung geht.“

Die Spinnaker-Manöver sind eine offensichtliche Achillesferse beim „Team New Zealand“. Das geplatzte Segel und der anschließende Verlust der Führung markierte den Höhepunkt einer kleinen Serie: Schon in zwei vorangegangenen Rennen gegen „Alinghi“ hatten Skipper Dean Barker und seine Crew Spinnaker-Probleme in Wendemanövern.

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