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America's Cup Matchpoint für „Alinghi“

30.06.2007 ·  Titelverteidiger „Alinghi“ braucht nur noch einen Sieg, um auch den 32. America's Cup zu gewinnen. Im spannenden sechsten Duell der Boote vor Valencia sicherten sich die Schweizer den vierten Erfolg gegen „Team New Zealand“.

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Titelverteidiger Alinghi steht vor dem zweiten Triumph im America's Cup. Die Mannschaft von Sportdirektor Jochen Schümann hat sich mit dem vierten Sieg über Herausforderer Team New Zealand am Samstag die ersten Matchbälle ersegelt. In der sechsten Begegnung der Cup-Giganten lagen die Schweizer zunächst zurück, erkämpften sich jedoch die Führung nach mehr als der Hälfte des eineinhalbstündigen Rennens und kreuzten die Ziellinie mit 28 Sekunden Vorsprung. „Jetzt haben wir drei Matchbälle“, freute sich Sportdirektor Schümann, „ich wünsche mir, das wir gleich den ersten verwandeln!“

Dabei sah in der Anfangsphase der Regatta zunächst alles nach dem Ausgleich durch Neuseeland aus: Dean Barkers Mannschaft setzte sich nach dem Start auf der bevorzugten Kursseite bei mittleren Winden um zwölf Knoten durch und rundete die erste Wendemarke mit 14 Sekunden Vorsprung. Auf dem zweiten Kursabschnitt verteidigten die „Kiwis“ ihre Führung konsequent, passierten auch die zweite Wendemarke zwölf Sekunden vor den Schweizern, bevor die ein Überholmanöver einleiteten und dank eines Winddrehers die NZL 92 fast stehen ließen.

3000 Fans reisten 12.500 Kilometer weit

„Ich glaube, dass wir über die einen Tick bessere Bootsgeschwindigkeit verfügen“, sagte Schümann, „unser Boot kann flexibler auf bestimmte Windsituationen reagieren.“ Der dreimalige Olympiasieger lobte die kämpferische Leistung seiner Crew: „Die haben in der zweiten Hälfte des Rennens so super gesegelt, dass man getrost alles vergessen kann, was man in der ersten Hälfte vielleicht hätte besser machen können. Es ist wirklich schwierig, da draußen zu bestehen.“

Für Neuseelands Teamchef Grant Dalton ist der Kampf um die Silberkanne aber noch nicht verloren. „Unsere Mannschaft ist solide wie ein Felsen. Wir können noch zurückschlagen.“ Auch die 3000 zum Cup-Finale über 12.500 Kilometer angereisten neuseeländischen Fans haben ihre „Helden“ noch nicht abgeschrieben: „Ihr seid die Besten der Welt“ und „Der Cup gehört den Kiwis“ war am Samstag auf ihren Plakaten zu lesen.

17 Mann setzen um, wofür 130 Menschen arbeiten

Die Schweizer dagegen jubelten und trafen sich schon einmal zum Festschmaus: In einem Restaurant im America's Cup- Hafen wurde Schweizer Käsefondue serviert, während hunderte eidgenössische Schlachtenbummler mit ihren Kuhglocken die möglicherweise letzte Runde des 32. Cup-Finals einläuteten. Das Duell wird am Sonntag um 15.00 Uhr fortgesetzt.

Als einziger deutscher Segler, der je den Cup gewonnen hat, steht Schümann vor dem zweiten Sieg in Serie. Der 53 Jahre alte Penzberger ist zwar nicht an Bord der SUI 101 im Einsatz, sagt aber: „Die 17 Mann da draußen im Rennen setzen um, woran 130 Menschen in unserem Team vier Jahre lang gearbeitet haben.“

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