25.07.2007 · Nachdem bekannt geworden ist, dass mit Russell Coutts einer der weltbesten Segler für den nächsten America's Cup als Skipper beim amerikanischen Syndikat „BMW Oracle Racing“ angeheuert hat, dürfte auch das Werben um den deutschen Star Jochen Schümann eine neue Dynamik bekommen.
Nachdem nun bekannt geworden ist, dass mit Russell Coutts einer der weltbesten Segler für den nächsten America’s Cup als Skipper beim amerikanischen Syndikat „BMW Oracle Racing“ angeheuert hat, dürfte auch das Werben um den deutschen Star Jochen Schümann eine neue Dynamik bekommen.
Der dreimalige Olympiasieger aus Berlin konnte gerade zum zweiten Mal mit der Schweizer Crew „Alinghi“ den America’s Cup gewinnen und steht dort als Sportdirektor nur noch bis Ende des Monats unter Vertrag. Es ist kein Geheimnis, dass vor allem die deutsche Mannschaft gerne Schümann als neue Ikone verpflichten würde. Diese Pläne könnte allerdings der aus Neuseeland stammende Coutts durchkreuzen, der jetzt interessiert sein dürfte, seinen alten Weggefährten, mit dem er 2003 den Cup erstmals in die Schweiz holte, zum Team des amerikanischen Software-Milliardärs Larry Ellison zu lotsen.
Zudem hätte BMW – aus deutscher Sicht – einen wichtigen Bezugspunkt in der Kampagne, wenn die Sponsoren-Partnerschaft mit Ellison weitergeführt werden sollte. Schümann wollte gestern keine konkreten Auskünfte geben zu seiner Zukunft, er sagte nur, dass er „im nächsten Monat“ eine Entscheidung treffen werde.
Unterdessen geht der Streit zwischen Ellison und dem Schweizer Titelverteidiger weiter um das Protokoll des 33. America’s Cup. Der Segel-Patron empfindet die Auflagen als „einseitig und unfair“, angeblich ist deshalb eine Klage vor dem zuständigen Obersten Gerichtshof von New York gegen „Alinghi“ eingereicht worden. „Sollten wir vor Gericht gewinnen und im dann 2008 anstehenden Match zwischen Alinghi und uns siegen, haben wir uns verpflichtet, den Cup 2009 vor Valencia zu verteidigen“, so Ellison zu seinen eigenwilligen Plänen. Bereits am Dienstag hatten die Schweizer Titelverteidiger erklärt, dass sich neben dem spanischen Club Náutico Español de Vela mit dem südafrikanischen Team „Shosholoza“ und der britischen Crew vom „TeamOrigin“ bereits zwei weitere Herausforderer für die 33. Cup-Auflage gemeldet haben.