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Olympische Ausreden Als Gold im Taxi verspielt wurde

25.02.2006 ·  Die Pechvögel und Verlierer von Turin sind um keine Ausrede verlegen - dabei aber ungemein einfallsreich. Mal lag es an den lauten Zuschauern, mal am warmen Eis oder an der klebrigen Loipe.

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Die Pechvögel und Verlierer von Turin sind um keine Ausrede verlegen - dabei aber ungemein einfallsreich.

„Die Zuschauer waren so laut. Wir konnten uns selbst nicht denken hören.“
Die kanadische Curlerin Christine Keshen nach de 5:6-Niederlage gegen die Schweiz.

„Mir wurde erst schwarz vor Augen, und dann bin ich blau gegangen.“
Die deutsche Skilangläuferin Steffi Böhler nach ihrem 38. Rang über 10 Kilometer.

„Ich stand beim ersten Lauf am Start wie ein nasser Hund, hatte mir aber schon ein wenig mehr erhofft.“
Der deutsche Snowboarder Patrick Bussler, nachdem er die Endrunde im Parallel-Riesenslalom verpaßt hatte.

„Ich habe voll riskiert und gar nicht so schnell schauen können, da war ich schon weg.“
Martina Ertl-Renz, für die der Slalom durch einen Sturz schon nach 15 Sekunden beendet war.

„Es war wie im Film. Ich bin gelaufen, war aber nicht anwesend.“
Eiskunstläufer Stefan Lindemann nach seinem 21. Platz.

„Die klebrige Loipe behagte mir überhaupt nicht. Außerdem hatte ich nicht genug Sauerstoff.“
Der Finne Hannu Manninen, der in der nordischen Kombination als großer Favorit keine Medaille gewann.

„Die anderen wollen, daß ich eine Medaille gewinne. Ich will nur Spaß haben.“
Der amerikanische Skifahrer Bode Miller.

„Kati hätte gewinnen können. Es lag nicht am Wetter. Trotzdem haben wir heute insgesamt den Zonk gezogen.“
Biathlon-Bundestrainer Müssiggang, nachdem Kati Wilhelm durch einen Fehler im letzten Schießen den möglichen Sieg vergeben hatte.

„Die verlorene Zeit habe ich niemals aufgeholt.“
Der amerikanische Eiskunstläufer Johnny Weir machte einen veränderten Busfahrplan für Rang fünf in der Gesamtwertung verantwortlich. Statt den öffentlichen Personennahverkehr nutzen zu können, mußte er aufs Taxi umsteigen und fühlte sich ziemlich gehetzt.

„Das Eis war schlechter als bei Vereinsmeisterschaften. Ganz extreme Bedingungen hier, das Eis war bei uns viel wärmer. Es ist kein Winter hier, sondern Frühling.“
Alexander Resch, der mit seinem Partner Patric Leitner im Rodel-Doppel nur den sechsten Platz erreichte.

„Ich bin in der Form meines Lebens, das beweisen meine Trainingsleistungen. Nur im Rennen konnte ich es nicht umsetzen.“
Die deutsche Eisschnelläuferin Anni Friesinger, die in Turin ohne Goldmedaille geblieben ist.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 26. Februar 2006
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