07.03.2006 · Die beiden nach einer Doping-Razzia bei den Olympischen Spielen in Turin aus Österreichs Quartier geflohenen Wolfgang Perner und Wolfgang Rottmann haben ihren sofortigen Rücktritt erklärt.
Einen Tag nach dem Rücktritt des österreichischen Biathleten Wolfgang Perner hat auch dessen Teamkollege Wolfgang Rottmann seine Karriere beendet. Beide Skijäger gaben als Gründe ungerechtfertigte Dopingvorwürfe und die Vorgänge während und nach der Razzia am 18. Februar bei den Olympischen Spielen in Turin an.
Rottmann sprach von einem "nächtlichen Überfall", bei dem er wie "ein Kapitalverbrecher" behandelt worden sei. "Diese menschenverachtende Vorgangsweise durch staatliche Strafverfolgungsbehörden und internationale Verbände gegenüber einem Sportler hat mich menschlich zutiefst berührt und nachhaltig geschockt", schrieb Rottmann.
Immer „sauberen Sport“ betrieben
Die italienische Polizei hatte in Abstimmung mit dem Internationalen Olympischen Komitee die Mannschaftsquartiere der österreichischen Langläufer und Biathleten durchsucht und dabei Spritzen, Medikamente sowie diverse Apparaturen für Bluttests und Bluttransfusionen entdeckt. Perner und Rottmann, von denen einer bei der Razzia einen Beutel aus dem Fenster geworfen hatte, waren danach nach Österreich geflohen, was ihnen die sofortige Suspendierung ihres Nationalen Olympischen Komitees eingetragen hatte.
Beide bestreiten, etwas Verbotenes getan zu haben. Er habe immer "sauberen Sport" betrieben, so Rottmann. Die im Zuge der Razzia vorgenommenen Dopingtests waren negativ ausgefallen.