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Wunschpapst für Washington Bush gratuliert Benedikt XVI.

20.04.2005 ·  Für das Weiße Haus scheint das neue Oberhaupt des Vatikans, Papst Benedikt XVI., wie ein Wunschkandidat. Präsident Bush lobte Ratzinger als Mann von großer Weisheit und Erfahrung, der Gott diene.

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Für die konservative amerikanische Regierung scheint der neue Papst Benedikt XVI. wie ein Wunschkandidat. Präsident George W. Bush lobte den deutschen Kardinal Joseph Ratzinger nach dessen Wahl als Mann von großer Weisheit und Erfahrung, der Gott diene.

Die religiös Konservativen in den Vereinigten Staaten hätten einen standhaften Verbündeten in der Schlacht gegen Abtreibung, Rechte für Homosexuelle, menschliches Klonen, begleitetes Sterben und andere Fragen gewonnen, resümiert der „Religion News Service“.

Papst spielt wichtige Rolle in Amerika

Wie Johannes Paul II. gezeigt habe, spiele der Papst oft eine bedeutende Rolle im politischen wie im religiösen Leben von Millionen von Amerikanern einschließlich der Politiker, schreibt die „Washington Post“. Fast ein Drittel der Senatoren und Abgeordneten im amerikanischen Kongreß bekennt sich nach eigenen Angaben zur römisch-katholischen Kirche.

Der amerikanische Präsident George W. Bush, der selbst zur methodistisch- evangelischen Kirche gehört, berief sich in Reden immer gern auf den gestorbenen Pontifex Johannes Paul II., wenn es um Themen wie Abtreibungsrechte, religiöse Verfolgung, Menschenrechte oder aber das Eintreten für Freiheit in der Welt ging.

Kritik am Irak-Krieg hat Bush nicht geschadet

Bush hat während seiner vier Amtsjahre und drei persönlichen Treffen mit Johannes Paul II. genug Erfahrung für den Fall gesammelt, falls Benedikt XVI. seinem Namensvetter Benedikt XV. als Friedenspapst folgen sollte.

Alle Kritik des gestorbenen Papstes am Irak-Krieg hat Bush am Ende bei den Präsidentschaftswahlen im November 2004 nicht geschadet.

Anweisung von Ratzinger

Im Gegenteil: Für Bush stimmten nach Umfragen 52 Prozent der katholischen Wähler. Der Herausforderer John Kerry - selbst ein Katholik - bekam von seiner eigenen Religionsgruppe nur 47 Prozent der Stimmen.

Gut in Erinnerung ist dabei noch die Rolle des deutschen Kardinals Joseph Ratzinger: Obwohl Ratzinger den Namen Kerrys nicht nannte, wies er die amerikanischen Bischöfe in einem Memorandum an, allen Politikern, die legale Abtreibung unterstützen, die Kommunion zu verweigern.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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