31.08.2008 · Die Gerüchte, dass weitere deutsche Reiter bei den Olympischen Reiterspielen in Hongkong mit positiven Tests aufgefallen sind, scheinen sich nicht zu bestätigen. Doch beim Pferd des Brasilianers Rodrigo Pessoa wurde eine verbotene Substanz festgestellt.
Die Zahl der positiven Tests bei den Olympischen Reiterspielen in Hongkong könnte sich auf sechs erhöhen. Auch bei Rufus, dem Pferd des brasilianischen Springreiters Rodrigo Pessoa, wurde in der A-Probe eine verbotene Substanz festgestellt.
Pessoa hatte im Einzelfinale am 21. August den fünften Platz belegt. Die Analyse der B-Probe steht noch aus, der Verdacht lautet auf verbotene Medikation. Besondere Pikanterie gewinnt der Fall dadurch, dass Pessoa vor vier Jahren nachträglich die Einzel-Goldmedaille von Athen zugesprochen worden war. Damals war der vorläufige Olympiasieger, der Ire Cian O’Connor, wegen Dopings seines Pferdes mit Psychopharmaka disqualifiziert worden.
Bundestrainer Gravemeier soll vorerst im Amt bleiben
Fieberhaft ging am Wochenende die Deutsche Reiterliche Vereinigung am Rande des Turniers der Sieger in Münster Gerüchten nach, weitere deutsche Reiter seien in Hongkong mit positiven Tests aufgefallen. Diese Gerüchte bestätigten sich aber nicht. Pessoas Probe war am Dienstag vor der Schlussfeier entnommen worden, am vergangenen Mittwoch hatte die Internationale Reiterliche Vereinigung die brasilianische Föderation von dem positiven Analyse-Ergebnis unterrichtet.
Der wegen einer positiven Dopingprobe von den Olympischen Spielen suspendierte deutsche Springreiter sagte, er sei davon ausgegangen, ein legales, nicht meldepflichtiges Pflegemittel für sein Pferd benutzt zu haben
Bei einer Krisensitzung des Verbandes in Münster aufgrund des Dopingfalls Christian Ahlmann und des schwachen Abschneidens deutscher Springreiter war auch die Zukunft von Bundestrainer Kurt Gravemeier diskutiert worden. Dieser will und soll vorerst im Amt bleiben.