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Internet-Zensur Gold für China

31.07.2008 ·  Das IOC muss kurz vor den Spielen in Peking eingestehen, dass China auch während Olympia das tut, was es immer tut, nämlich den freien Zugang zu Informationen aller Art zu verhindern.

Von Peter Sturm
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Vielleicht muss man Sportfunktionär sein, um einem allgemein gehaltenen Versprechen der chinesischen Regierung zu vertrauen. Vielleicht ist es den Funktionären des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) aber im Grunde auch gleichgültig, ob China auch während der Olympischen Spiele das tut, was es immer tut, nämlich den freien Zugang zu Informationen aller Art zu verhindern.

Für Veränderungen dürfte es jetzt zu spät sein. Schließlich hat das IOC am Mittwoch die weiße Fahne gehisst und zugegeben, dass seine Vertreter bei den Gesprächen mit China über dieses Thema das Kleingedruckte wohl nicht genau gelesen hatten.

In dieser Hinsicht hat Peking die erste Goldmedaille gewonnen. Es ist nur die Frage, wie sich dies mittel- und langfristig auf das Chinabild im Ausland auswirkt. Dem IOC, das so stolz war auf die „Erfolge“ seiner „stillen Diplomatie“, sollten die Erfahrungen mit China zu denken geben bei der Vergabe künftiger Spiele. Fortsetzung der Demütigung folgt - wahrscheinlich in Sotschi 2014. Vielleicht muss man Sportfunktionär sein, um darin kein Problem zu sehen.

Die chinesischen Behörden haben angekündigt, den Zugang ausländischer Journalisten zum Internet während der Olympischen Spiele im August einzuschränken. Regierungskritische Seiten sollen gesperrt bleiben.

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