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Tennis Kiefer scheitert erst an Nadal

27.07.2008 ·  Nicolas Kiefer stand in Toronto im 14. Jahr als Tennisprofi erstmals im Finale bei einem Turnier der Masters-Serie. Gegen Wimbledonsieger Nadal war er zwar ohne Chance, dennoch bewies Kiefer eindrucksvoll seine gute Form.

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Endstation Nadal: So ergeht es in diesem Jahr selbst dem Führenden der Weltrangliste, Roger Federer. Nicolas Kiefer musste sich also nicht grämen am Sonntag in Toronto, wo er vergeblich versuchte, den derzeit wohl besten Spieler der Welt in die Enge zu treiben. Beim Schlagabtausch setzte der Spanier die Akzente, schnell und auf den Punkt. Nadal siegte 6:3, 6:2. Der Coup blieb also aus für Kiefer bei seiner ersten Teilnahme an einem Finale der Masters-Serie in 14 Jahren als Tennisprofi.

Aber der Deutsche, im Halbfinale dem Federer-Bezwinger Gilles Simon überlegen, wertete schon den Finalauftritt als großen Erfolg: „Das ist das Größte überhaupt, in so einem Finale zu stehen“, sagte Kiefer nach seinem 6:7-(4:7-), 6:3-, 7:6-(7:5-)Erfolg gegen den Franzosen Simon. Dieser Sieg, in drei Stunden erkämpft, hinterließ Spuren: „Es war vergleichbar mit einem Boxkampf. Beide waren am Taumeln. Der, der länger steht, schafft es“, sagte Kiefer nach dem Erfolg über Simon. „Ich wusste, dass er müde ist, und ich wusste, dass ich auch müde bin. Aber es ist egal, ob es irgendwo zwickt. Da muss man den Schweinehund überwinden und auf die Zähne beißen.“

Kiefer bestens gerüstet für die Olympischen Sommerspiele

Erstmals seit St. Petersburg im November 2005 war Kiefer in einem Finale auf der ATP-Tour und hatte die Chance auf seinen ersten Titel seit Hongkong im Jahr 2000. Lediglich die Blessur an seinem rechten Fuß bereitet ihm noch Sorgen. „Die Probleme mit dem Fuß und die Blasen werden auch nicht weniger“, berichtete Kiefer. „Da muss man auch mal ein, zwei Tabletten nehmen, aber das nehme ich dann auch in Kauf.“ Doch die Härte gegen sich selbst reichte nicht, Nadal zu schwächen. Der ließ dem Niedersachsen bei seinem siebten Turniersieg in diesem Jahr keinen Freiraum.

Dennoch fühlt sich Kiefer nun bestens gerüstet für die Olympischen Sommerspiele in Peking. Er wird wohl im Einzel antreten und im Doppel voraussichtlich mit Philipp Kohlschreiber (Augsburg) spielen. „Olympia ist ein absolutes Highlight, ich freue mich riesig darauf“, sagte Kiefer. Der Deutsche Olympische Sportbund kämpft allerdings weiterhin darum, Wimbledon-Halbfinalist Rainer Schüttler vier Jahre nachdem der Korbacher in Athen mit Kiefer die Silbermedaille im Doppel gewonnen hatte, noch ins Team zu bekommen. „Dann würde es wohl ein Gespräch geben, und Bundestrainer Patrik Kühnen müsste entscheiden“, erklärte Kiefer.

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