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Paralympics Wieder Gold für Verena Bentele

15.03.2010 ·  Die deutschen Athleten haben bei den Paralympics in Vancouver einen emotionalen Wettkampftag erlebt: Verena Bentele holte beim Langlauf ihre zweite Goldmedaille. Der fünfmalige Paralympics-Sieger Thomas Oelsner erhob in anderer Sache Manipulations-Vorwürfe.

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Erneutes Gold für Verena Bentele, aber Manipulations-Vorwürfe von Thomas Oelsner: Die deutschen Athleten haben bei den Paralympics in Vancouver einen emotionalen dritten Wettkampftag erlebt. Im 15-Kilometer-Freistil-Rennen der Langläuferinnen lief die von Geburt an blinde Münchnerin Verena Bentele souverän zu ihrem zweiten Sieg in Kanada, dem dritten Gold für Deutschland bei den Spielen und ihrem insgesamt neunten Paralympics-Erfolg.

Für Aufsehen sorgte am Montag aber vor allem der fünfmalige Paralympics-Sieger Thomas Oelsner, der zwei Tage nach seinem Auftakt-Wettbewerb bei den Spielen der Behindertensportler Manipulations-Vorwürfe äußerte. „Ich darf es zwar eigentlich nicht sagen, aber ganz klar, das war Sabotage“, sagte Oelsner dem Sport-Informations-Dienst: „Da war Schokolade, Karamell oder etwas ähnliches im Diopter des Gewehrs“. Er sagte weiter: „Ich soll sagen, da war Dreck im Gewehr, aber dann bin ich die Schlampe, die ihr Gewehr nicht in Ordnung hält, und das lasse ich nicht auf mir sitzen.“

„Die Kameras waren nicht eingeschaltet“

Oelsner war 2002 in Salt Lake City als erster des Dopings überführter Athlet in die damals 26-jährige Geschichte der Winter-Paralympics eingegangen und hatte danach ebenfalls Manipulations-Vorwürfe geäußert. Die aktuellen Vorwürfe des 39-Jährigen beziehen sich auf das Verfolgungs-Rennen der Biathleten am Samstag. Dort hatte der favorisierte Thüringer als 14. das Finale verpasst.

Der Deutsche Behindertensportverband reagierte überrascht auf die Vorwürfe. „Ich höre das zum ersten Mal. Mit mir hat Thomas Oelsner nicht gesprochen“, sagte Chef de Mission Karl Quade. „Hätten wir von einem Manipulationsverdacht erfahren, hätten wir Einspruch einlegen müssen. Das haben wir aber nicht getan.“

Die Gewehre der stehenden Athleten liegen während des Rennens am Schießstand bereit. „Außer den Betreuern selbst und den Athleten darf dort niemand rein“, sagte der Thüringer. „Wir haben versucht, das Ganze mit Kameras aufzuklären, aber die waren nur während des Rennens eingeschaltet. Deshalb war leider nichts zu erkennen.“ Der Diopter ist die Visiereinrichtung zum Anpeilen von Zielen mit dem Auge.

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