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Naher Osten Blair soll Sondergesandter werden

21.06.2007 ·  Tony Blair soll nach dem Ende seiner Amtszeit als britischer Premierminister nach Medienberichten neuer Sondergesandter des sogenannten Nahost-Quartetts werden und für Bewegung im festgefahrenen Friedensprozess sorgen.

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Der scheidende britische Premierminister Tony Blair ist nach britischen Medienberichten bereit, in Absprache mit den Vereinigten Staaten neuer Sondergesandter des Nahost-Quartetts zu werden. Blair habe nach Gesprächen mit dem amerikanischen Präsidenten George Bush und Außenministerin Condoleezza Rice sein Interesse an der Nahost-Aufgabe bestätigt.

Führende Palästinenser hätten dem von Washington ausgehenden Vorschlag ebenso zugestimmt wie Israel, berichtete die BBC. Der Sender berief sich unter anderem auf zwei hochrangige Beamte des Weißen Hauses. In Israel habe Regierungssprecherin Miri Eisin erklärt, Ministerpräsident Ehud Olmert „unterstützt Premierminister Blair und dessen fortgesetztes Engagement im Nahost-Friedensprozess“. Blairs persönlicher Sprecher sagte lediglich, es gebe eine Reihe von Spekulationen über die Zukunft Blairs, von denen viele „inkorrekt“ seien. Blair scheidet am 27. Juni aus dem Amt aus.

Mubarak will vermitteln

Zuvor hatten die „Washington Post“ und die „New York Times“ berichtet, Bush wolle Blair als neuen Sondergesandten des Nahost-Quartetts. Der Brite solle mit den palästinensischen Behörden beim Aufbau von Institutionen für einen lebensfähigen Staat zusammenarbeiten. Ein ähnliches Amt hatte bis April 2006 der frühere Präsident der Weltbank, James Wolfensohn, inne. Dem Nahost-Quartett gehören neben Amerika auch Russland, die Vereinten Nationen und die EU an.

Unterdessen werden sich Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert nach Angaben der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ in der kommenden Woche im
ägyptischen Badeort Scharm el Scheich treffen. Gastgeber sei der ägyptische Präsident Husni Mubarak, schrieb die Zeitung in ihrer Internetausgabe am frühen Donnerstagmorgen. Auch der jordanische König Abdullah werde an der Begegnung teilnehmen. Ein genaues Datum wurde zunächst nicht genannt.

Mit dem Gipfel auf der Sinai-Halbinsel solle die Position von Abbas nach der Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas gestärkt werden. Olmert sei bei seinem Treffen mit Bush am Dienstag in Washington überein gekommen, dass eine Unterstützung von Abbas nötig sei, schrieb das Blatt unter Berufung auf hochrangige politische Quelle in Jerusalem.

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