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Naher Osten „Anschlag auf die Sicherheit des Libanons“

21.05.2007 ·  Die Kämpfe zwischen der libanesischen Armee und der „Fatah al Islam“ um das Palästinenserlager Nahr al Bared nahe der Stadt Tripoli dauerten auch am Montag an. Bislang wurden bei den Auseinandersetzungen 27 Soldaten und 20 Mitglieder der Extremistengruppe getötet.

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Die Kämpfe zwischen der libanesischen Armee und der radikalislamischen Gruppe „Fatah al Islam“ um das Palästinenserlager Nahr al Bared nahe der Stadt Tripoli dauerten auch am Montag an. Bislang wurden bei den Auseinandersetzungen 27 Soldaten und 20 Mitglieder der Extremistengruppe getötet.

Unklar ist die Zahl der Toten im Lager. Sprecher des Lagers gaben die Zahl von weiteren 34 Toten an. Augenzeugen berichteten, Hunderte von Soldaten mit Panzern hätten das Gebiet umstellt und mehrere Ziele in dem Lager mit Artilleriefeuer belegt. Über dem Flüchtlingslager, in dem nahe der nördlichen Stadt Tripoli rund 40.000 Palästinenser leben, stiegen am Montag immer wieder Flammen und dichter schwarzer Rauch auf.

Aus Armeekreisen hieß es, Fatah al-Islam sei mit etwa 150 Kämpfern in dem Lager vertreten. Unter den Opfern sind zahlreiche Zivilisten. Der libanesische Fernsehsender LBC berichtete, dass die getöteten Islamisten auch aus dem Jemen, aus Bangladesch sowie mehreren arabischen Staaten stammten.

Bei einem Anschlag in Aschrafije, einem christlichen Viertel Beiruts, wurde in der Nacht zum Sonntag eine Frau getötet. Im Palästinenserlager Ain al Hilwah im Süden des Landes war die Lage am Montag gespannt, als es Einheiten der libanesischen Armee umstellten.

Bruder des Kofferbombers getötet

Bei einem Gefecht um ein Haus in Tripoli wurde Saddam al Hadschib getötet, der Bruder des mutmaßlichen „Kofferbombers“ Yusuf al Hadschib. Der wartet nach einem versuchten Anschlag auf zwei Regionalzüge in Deutschland am 31. Juli 2006 in einem deutschen Gefängnis auf seinen Prozess. Im Zusammenhang mit den fehlgeschlagenen Anschlägen suchten die deutschen Behörden auch nach Saddam al Hadschib. Er war in der Hierarchie von „Fatah al Islam“ die Nummer vier, berichteten libanesische Medien. Getötet worden sei auch die Nummer drei, Abu Yazan.

Die libanesische Regierung macht die zwei für die Anschläge auf Busse am 13. Februar nahe Beirut verantwortlich. Der damalige Führer der Gruppe, der Syrer Mustafa Sayur, ist inzwischen verhaftet. Sein Nachfolger, der Palästinenser Shaker al Absi, hatte zunächst in Afghanistan und im Irak gekämpft, dann in Syrien eine Haftstrafe verbüßt und sich nach seiner vorzeitigen Freilassung nach Tripoli abgesetzt.

Ministerpräsident Siniora bezeichnete die heftigen Kämpfe als einen „gefährlichen Anschlag auf die Sicherheit des Libanons“. Der Sprecher der Palästinensischen Befreiungsbewegung in Beirut, Abbas Zaki, sagte, Siniora stünde es frei zu entscheiden, ob die libanesische Armee das Lager stürme. Das verbietet ein Abkommen zwischen dem libanesischen Staat und der PLO aus dem Jahr 1969. Der libanesische General Aschraf Rifi beschuldigte Syrien, „Fatah al Islam“ und andere Extremistengruppen zu steuern. Er nannte die Gruppe eine Al Qaida syrischer Machart.

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