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Messefluchten (3) Ristorante „La Traviata“

16.10.2008 ·  Wer für den Moment etwas anderes will, als ständig über Bücher zu reden, sollte in diesen literaturfreien Raum tauchen: In der Sachsenhäuser Pizzeria „La Traviata“ dreht sich alles um den Fußball - und vor allem um Juventus Turin.

Von Roland Zorn
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Das Lokal heißt zwar „La Traviata“, doch quatscht dort niemand Opern. Der Grundtenor in der Sachsenhäuser Pizzeria lautet auf „Juve“. Wer schon immer alles über Italiens Rekordfußballmeister Juventus Turin erfahren wollte, ist besonders willkommen. Hier, wo der kugelige Süditaliener Rocco und sein Bruder Giocondo neben ihrer Dauerbeschäftigung mit dem Thema Fußball als Pizzabäcker vor dem Herrn ganze und schnelle Arbeit leisten.

Wer also für den Moment etwas anderes will, als ständig mit klugen Kollegen über Bücher zu reden, sollte in diesen literaturfreien Raum tauchen. Im „La Traviata“ bestimmen die Herren Brandi die Agenda und reden am liebsten über den Klub. Dazu rollt, wann immer irgendein Fußballspiel läuft, der Ball auf einem Flachbildschirm. Wer nicht will, muss weder hingucken, noch mitreden. Man kann sich an einem der Holztische niederlassen und durchatmen. Rocco und Giocondo nehmen Rücksicht auf den Gast. Gelegentlich nehmen sie diesem sogar die Bestellung ab.

Wer nicht weiß, worauf er Appetit hat, bekommt schon mal zur Antwort: „Lassen Sie mich machen“. Wer den Wirt machen lässt, zahlt zwar später trotzdem die Zeche, muss aber um sein leibliches Wohl nicht fürchten. Von der Messe ist der Italiener leicht erreichbar mit der S-Bahn Richtung Südbahnhof.

Pizzeria „La Traviata“, Textorstraße 50.

Quelle: F.A.Z.
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