29.09.2008 · Der Schriftsteller Roberto Saviano hat einen offenen Brief an seine Heimatregion Kampanien gerichtet, in dem er siebzehn großteils wahllose Morde durch Camorra-Killer im Norden Neapels als Terrorismus beklagt.
Der Schriftsteller Roberto Saviano hat einen offenen Brief an seine Heimatregion Kampanien gerichtet, in dem er siebzehn großteils wahllose Morde durch Camorra-Killer im Norden Neapels als Terrorismus beklagt. Saviano, der mit seinem Dokumentarroman "Gomorra" weltweit Beachtung fand, nennt erneut Namen von Mördern und Auftraggebern und sogar deren präsumptive Aufenthaltsorte. Während mutige Zeugen und Verweigerer von "Schutzgeld" und auch Saviano selbst in gesellschaftlicher Isolation oder unter Polizeischutz im Exil leben müssten, verschlössen zu viele Neapolitaner die Augen vor der kriminellen Verwahrlosung und Ausbeutung ihres inzwischen weitgehend von Müll vergifteten Territoriums. dsch