17.10.2008 · Im Comicforum gab sich am Freitag die Prominenz das Mikrophon gegenseitig in die Hand. Erst erklärte der Amerikaner Jason Lutes seine graphischen Tricks, danach kam mit Lewis Trondheim der gegenwärtige Superstar des französischsprachigen Comics.
Im Comicforum gab sich am Freitag die Prominenz das Mikrophon gegenseitig in die Hand. Erst erklärte der einundvierzigjährige Amerikaner Jason Lutes anhand zahlreicher Bildbeispiele die graphischen Tricks, mit denen er in seinen Comics das Berlin der Weimarer Republik wiederauferstehen lässt. Der zweite Band seiner Trilogie „Berlin - Steinerne Stadt“ ist gerade auf Deutsch erschienen, wieder mehr als zweihundert Seiten stark und noch interessanter erzählt als der 2004 publizierte Vorgängerband.
Danach kam mit Lewis Trondheim der gegenwärtige Superstar des französischsprachigen Comics. Der 1964 geborene, in Montpellier lebende Zeichner, dessen wahrer Name zu den bestgehüteteten Geheimnissen der Comicwelt zählt (er sei hier dennoch verraten: Laurent Chabosy), gilt als Enfant terrible der Branche, was öffentliche Auftritte angeht. Deshalb waren ihm gleich zwei Gesprächspartner zugesellt, doch Trondheim zeigte sich von seiner geduldigsten Seite und verlängerte die Runde eigenmächtig über die gesetzte Frist hinaus.