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Wahlumfragen SPD und CDU in Hessen gleichauf

22.01.2008 ·  Wenige Tage vor der Landtagswahl in Hessen liegen SPD und CDU in einer Umfrage erstmals gleichauf bei 38 Prozent. Die Linke könnte mit 5 Prozent knapp in den Landtag einziehen. Die Wirkung des Fernsehduells zwischen Koch und Ypsilanti ist aber noch nicht berücksichtigt.

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Wenige Tage vor der Landtagswahl in Hessen liegen SPD und CDU in einer Umfrage erstmals gleichauf. Wie das Forsa-Institut für die „Frankfurter Rundschau“ ermittelte, kommen CDU und SPD derzeit jeweils auf 38 Prozent. Für die FDP entscheiden sich in der Umfrage neun, für die Grünen sieben Prozent. Die Linke liegt bei fünf Prozent und könnte damit knapp den Einzug in den Landtag schaffen. In diesem Fall würde es weder für eine schwarz-gelbe noch für eine rot-grüne Regierung reichen.

Im Vergleich zur Wahl 2003 würde die CDU nach diesen Daten fast elf Prozentpunkte verlieren. Die SPD könnte hingegen gut neun Punkte zulegen. Die FDP würde einen Punkt gewinnen, die Grünen drei Punkte verlieren. Damit wäre weder ein von 28 Prozent der Befragten gewünschtes schwarz-gelbes Bündnis möglich noch eine rot-grüne Koalition, für die sich 23 Prozent der Befragten aussprachen. Eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP würden nur 6 Prozent bevorzugen.

Zustimmung zu Ypsilanti in SPD stark gewachsen

Im direkten Vergleich hat auch bei Forsa die SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti inzwischen Ministerpräsident Roland Koch (CDU) überholt. Könnten die Hessen ihren Ministerpräsidenten direkt wählen, würden sich 39 Prozent für Ypsilanti entscheiden, 38 Prozent würden für Koch stimmen.

Bei einer Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen für die F.A.Z. und Radio FFH in der ersten Januarhälfte kam die Union noch auf 40 Prozent, die SPD auf 36 Prozent. In der vergangenen Woche hatte Infratest dimap 38 Prozent für die Union und 37 Prozent für die SPD ermittelt. (Siehe auch: Koch: „Ein verdammt knappes Rennen“)

Auch in jüngsten Umfragen der Forschungsgruppe Wahlen und von Infratest dimap hatte Ypsilanti Koch im direkten Vergleich überholt. Allerdings war der Abstand zwischen beiden dort mit zehn Punkten höher. Laut Forsa ist die Zustimmung für Ypsilanti vor allem unter den SPD-Anhängern stark gewachsen. Im Dezember hatten nur 59 Prozent der SPD-Sympathisanten Ypsilanti bevorzugt, jetzt sind es 83 Prozent.

Fernsehduell noch nicht berücksichtigt

Für die Umfrage hatte Forsa vom 14. bis 18. Januar rund tausend Wahlberechtigte befragt. Das Fernsehduell zwischen Koch und Ypsilanti vom vergangenen Sonntag hat damit noch keinen Niederschlag gefunden. Das Institut gibt die Fehlertoleranz mit plus/minus drei Prozentpunkten an.

Anders als bei der Wahl 2003 gibt für die Wähler laut Forsa dieses Mal die Landespolitik den Ausschlag für die Wahlentscheidung. Das sagten 68 Prozent. Vor fünf Jahren hatte dagegen eine Mehrheit der Bundespolitik die größere Rolle eingeräumt.

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