16.12.2008 · Seit Tagen geistert Tom Cruise durch die Talkshows des amerikanischen Fernsehens, und nun kennt zumindest eine Schar auserwählter Zuschauer auch den Film, um den es schon so viel Aufregung gegeben hat: „Valkyrie“ hatte gestern Abend in New York Weltpremiere.
Seit Tagen geistert Tom Cruise durch die Talkshows des amerikanischen Fernsehens, und nun kennt zumindest eine Schar auserwählter Zuschauer auch den Film, um den es schon so viel Aufregung gegeben und in dem Cruise sich doch ziemlich verblüffend in Claus Schenk Graf von Stauffenberg verwandelt hat: „Valkyrie“ hatte gestern Abend in New York Weltpremiere, in Anwesenheit von allen mitwirkenden Stars und viel neugieriger Prominenz.
Bisher sind nur wenige Kritiken erschienen. Im „Hollywood Reporter“ nennt Kirk Honeycutt „Valkyrie“ einen „ausgezeichneten Film“, bei dem man sich nur noch mehr Details und ein anderes Ende wünschte. Der „kühl funktionierenden, unterhaltsamen und geradlinigen Erzählung über den letzten der fünfzehn bekannten Attentatsversuche gegen Adolf Hitler“ bescheinigt Honeycutt „dokumentarische Authentizität“, sie bleibe aber ein „glatter Thriller“. Das andere Fachblatt, „Variety“, freut sich über „visuellen Glanz in jeder Menge“, will indes ein „kaltes Werk“ gesehen haben, dem es an „unerlässlicher Spannung“ mangele.
In einem Porträt des Regisseurs Bryan Singer schreibt die „New York Times“, der Film verspreche mit seinem Sujet viel Aufmerksamkeit schon allein dadurch zu erregen, dass er Gefahr laufe, dazu benutzt zu werden, den „Gegenmythos eines weitverbreiteten deutschen Widerstands“ zu erschaffen. Ob eine solche Sichtweise ein größeres Hindernis sein könnte als jede Kritik an ästhetischen Qualitäten, wird sich herausstellen. In Amerika kommt „Valkyrie“ ausgerechnet an Weihnachten in die Kinos, in Deutschland als „Operation Walküre“ am 22. Januar, zwei Tage nach seiner Europapremiere in Berlin.