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Wehe der Klasse, wenn der Arbeiter einmal Bewusstsein entwickelt: Wolfgang Hilbig gestaltet in seiner glänzenden Prosa das ganze zerrissene Subjekt der deutschen Spaltungsgeschichte. Mehr Von Kurt Drawert 0
Freunde und Weggefährten haben Erinnerungen an Wolfgang Hilbig aufgeschrieben - wenn es denn für einen, dem auf Erden nicht zu helfen war, so etwas wie Freunde und Weggefährten geben konnte. "Er fühlte sich ungeliebt, obwohl so viele ihn liebten und achteten", schreibt Natascha Wodin, die zwischen 1994 und 2002 mit dem Dichter verheiratet war. Mehr 0
Mitte der sechziger Jahre, in Meuselwitz, dem verdrecktesten Braunkohleort der DDR, schrieb ein junger Mann, der zum Bohrwerksdreher ausgebildet worden war und von wechselnden Jobs lebte, Verse in ein DIN-A5-Heft, versah diese dreiundfünfzig Gedichte mit Motti und Kapitelgliederungen und gab ihnen den Titel "Scherben für damals und jetzt". Mehr 0
„So schnell, wie ich denke, so schnell kann ich schreiben. Also langsam.“ Der Büchner-Preisträger Wolfgang Hilbig hat sich stets zu seinem literarischen Außenseitertum bekannt. Nun ist er im Alter von 65 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Ein Nachruf von Tilman Spreckelsen. Mehr Von Tilman Spreckelsen 0
Wolfgang Hilbig ist der Wahrheit auf der Spur. Hat er sie einmal ausgemacht, fürchtet er sich nicht, ihr frontal ins Gesicht zu schauen. Seine Methode ist jene der Langsamkeit, sein taktischer Vorteil der Hang zu bleischwerer Beharrlichkeit. Zäh und lautlos wie ein Jäger nimmt er die Spur des Wildes auf. Mehr 0
Er habe einer Macht getrotzt, „indem er ihre Abgründe ausleuchtete“, begründete die Jury ihre Entscheidung für den 61 Jahre alten Autor. Mehr 0
Nach Mitteilung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung erhält Wolfgang Hilbig dieses Jahr den Georg-Büchner-Preis. Mehr 0
Man kann natürlich auch alles einzeln lesen: Feuilletondebatten über die Verstrickung von Geist und Macht, Stasiaktenberge, Literaturgeschichten und, sofern einem danach ist, Sascha Andersons "Sascha Anderson". Oder eben gleich Wolfgang Hilbigs Roman "Ich", das All-Inklusive-Paket, wo all das und noch viel mehr schon drinsteckt. Mehr 0
Nicht jeder, den die genaue und zugleich wilde Welt seiner Prosa fasziniert, weiß, daß Wolfgang Hilbig als Lyriker debütierte: nämlich 1979 mit dem Band "abwesenheit". Dieses Buch machte seinen Verfasser in der DDR zur Unperson: Es trug ihm einige Wochen Haft und ein Verfahren wegen Devisenvergehens ein. Mehr 0
Wolfgang Hilbigs Provisorium · Von Eberhard Rathgeb Mehr 0
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