Mit den Augen sehen, wozu das Herz schlägt
Wislawa Szymborska, die große Dame der polnischen Poesie, hat 1996 in ihrer Dankrede zum Nobelpreis an den Prediger Salomo und also an die Eitelkeit allen menschlichen Strebens erinnert. Sie nahm uneitel und ohne Koketterie die Last des Ruhmes auf sich und ließ sich in den Jahren, die auf den Preis folgten, weder zum Verstummen noch zum hektischen Produzieren verleiten.
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19.11.2005 12:00 Uhr | Feuilleton