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Peter Rühmkorf war zu lebendig, um zu sterben, meint der Schriftsteller Durs Grünbein. Seine Munterkeit in Form sprunghaftester Verslust, sein politisches Querfeldeinlaufen, sein Übermut und sein Zartsinn lassen den Gedanken an seine dauerhafte Abwesenheit nicht zu. Er ist nur eben mal tot. Mehr Von Durs Grünbein 0
Peter Rühmkorf verstand es, mit der Schwere zu spielen, mutig und zart zugleich. Er brauchte keine großen Themen, um große Gedichte zu schreiben. „Graziös in Lebensgefahr“ bewegte er sich auf dem Drahtseil des Dichtens, meint die Schriftstellerin Ulla Hahn. Mehr Von Ulla Hahn 0
Von allen Schmerzensmännern der Poesie war er der luftigste. Virtuos wie kein anderer hat Peter Rühmkorf die Schwermut zum Tanzen gebracht. Seitdem Robert Gernhardt das Zeitliche gesegnet hat, konnte kein Vers- und Reimkünstler ihm mehr das Wasser reichen. Mehr 0
Peter Rühmkorf war ein Virtuose der Form, des poetischen Bildes und des Gedankens, ein kongenialer Traditionsverwerter und Erinnerer, ein selbstironischer Ich-Umkreiser und politischer Sänger, der stets um den vermeintlich letzten Rest Utopie gerungen hat. Mehr Von Michael Lentz 0
Er war ein feinsinniger Ästhet, ein raffinierter Schöngeist, ein exquisiter Ironiker. Nur war er zugleich ein plebejischer Poet, ein handfester Spaßmacher, ein Verwalter des literarischen Untergrunds, ein Dichter der Gasse und der Masse. Marcel Reich-Ranicki über Peter Rühmkorf. Mehr Von Marcel Reich-Ranicki 0
Unter den engagierten Dichtern seiner Generation war er der Spielerischste, unter den Sprachspielern der Engagierteste. Am Sonntag ist Peter Rühmkorf, der bedeutendste deutschsprachige Lyriker der Gegenwart, mit achtundsiebzig Jahren nach langer Krankheit gestorben. Mehr Von Patrick Bahners 0
Peter Rühmkorf, der Meister des poetischen Einfalls, gewährt in seinem neuen Gedichtband „Paradiesvogelschiß“ Einblicke in die Betriebsgeheimnisse seiner Inspiration. Noch einmal variiert er auf meisterliche Weise die großen Themen seines Lebens. Mehr Von Hubert Spiegel 0
Er auch noch! Man hört es ja längst überall, am Fischbrötchenstand und im Inforadio, man liest es in Internetforen und in den Lebensläufen junger Leute, die eigentlich zu den schönsten Hoffnungen Anlass geben. Und jetzt verwendet es auch Peter Rühmkorf, der Dichter, der doch an jedem Gedicht so lang herumbastelt, als baute er den Hamburger Michel mit Streichhölzern nach. Mehr 0
Eine Handschrift wie auf der Flucht, geduckt voraneilend, als müsste sich Buchstabe für Buchstabe gegen den Wind stemmen, verfolgte Verfolger allesamt, vom Dichter vorwärtsgepeitscht, ausgeschickt, den flüchtigen Einfällen hinterherzujagen: So sehen die Manuskriptblätter von Peter Rühmkorf aus. Zuerst wird ... Mehr 0
Die Gattung Märchen, hoffnungslos romantisch, aber nicht ganz aufklärungsresistent, sollte zur Vertretung, ja zum Asyl der Poesie werden, die es seinerzeit nicht leichthatte: Peter Rühmkorfs Märchen aus poesiefeindlicher Zeit. Mehr Von Hans-Jürgen Schings 0
Doping-Kommentar: Gegen die Schluckkultur 03.06.2012 19:02 Uhr
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