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Sigmar Gabriel sieht angesichts der Stuttgarter Proteste die Zeit enden, in der Politik ihre Legitimation rein verfahrenstechnisch erzielen konnte. Für die Stuttgarter Bürger hieße aber auch eine verfahrenstechnische Bindung nicht, dass sie alte Verträge passiv hinnehmen müssten. Mehr Von Patrick Bahners 0
Der Soziologe Hanno Pahl ist etwa 2400 Jahre später geboren als Sophokles, der Dichter. Schon Sophokles schien ein kritisches Auge auf das Geld geworfen zu haben. In "Antigone" lässt er den König von Theben klagen: "Kein ärgrer Brauch erwuchs den Menschen als das Geld! Es äschert ganze Städte ein, es treibt die Männer weg von Haus und Hof. Mehr 0
Kann man jemandem das Lieben ausreden? Genügt der Hinweis auf das - historische, soziologische - Gewordensein des Gefühls, um es als "uneigentlich" zu "durchschauen": wahlweise als Selbsttäuschung, Wahn oder Illusion? Ist Liebe gegen ihre Erklärung immun? Kann sie durch das, was man ihre Erklärung ... Mehr 0
Nein, ein Gefühl ist sie nicht, die Liebe, sondern eine Gefühlsdeutung, die auf Kommunikation beruht, auf Büchern und Filmen etwa - sagt der Soziologe Niklas Luhmann in einem Buch aus dem Nachlass, das aus heutiger Sicht erstaunlich hellsichtig wirkt. Mehr Von Jürgen Kaube 3
Ein soziologischer Systemtheoretiker kommt ins Seminar und kündigt an, über die Liebe sprechen zu wollen. Verwunderung: Ist die Liebe etwa ein System? Nein, sagt der Soziologe, sie ist keines. Erleichterung. "Liebe. Eine Übung" heißt die Schrift, die er seinem Seminar zugrunde legt. Kann man die Liebe denn üben? Ja, sagt der Soziologe, man kann. Mehr 0
Wie über die Freundschaft reden? Zum Beispiel so: durch eine Spurensuche des Themas bei Niklas Luhmann. Der Unwahrscheinlichkeit von Freundschaft im Leben entspricht die Unwahrscheinlichkeit des Freundschaftsthemas im Werk des Systemtheoretikers. Zwar hat Luhmann der Liebe ein großartiges Buch gewidmet ("Liebe als Passion"), nicht aber der Freundschaft. Mehr 0
Der Verlagstext hält es für überraschend, dass ein Soziologe über Moral nachdenkt. Tatsächlich hat der Philosoph unter den Soziologen, zugleich ein Antiphilosoph, Niklas Luhmann, so bedeutende Vorgänger wie Ferdinand Tönnies und Émile Durkheim, auch Arnold Gehlen.In mancher Hinsicht bleibt Luhmann, wie man anhand dieser Textsammlung erkennen kann, seinen frühesten Ansätzen treu. Mehr 0
Kaum sind wir die Tradition los, da rückt uns die Zukunft zu Leibe. Können wir endlich tun, was wir wollen? Natürlich, sehr gerne - aber, so tönt die moralisch klingende Forderung aus allen Ecken: bitte nicht die Zukunft vergessen, sondern Folgen abschätzen, Grundsätze der Nachhaltigkeit beachten und die stummen Einwände der ungeborenen Enkelgenerationen berücksichtigen. Mehr 0
Fünf Stunden lang haben die Fernsehredakteure jede seiner Antworten so lange umformuliert, bis sie auch für Laien verständlich war. Und bis all die Souveränität, mit der Niklas Luhmanns Theorie die Geisteswissenschaften erschütterte, völlig zusammenbricht. Mehr 0
Titel und Untertitel des Bandes täuschen ein wenig. Das Erziehungssystem ist keineswegs durch Niklas Luhmann irritiert, das wäre von beiden auch zuviel verlangt. Und es handelt sich auch nicht um die pädagogischen Wirkungen des Werks dieses Soziologen, die hier beschrieben werden. Vielmehr geht es um den Eindruck, den er auf Erziehungswissenschaftler macht. Mehr 0
Doping-Kommentar: Gegen die Schluckkultur 19:02 Uhr
Thailand: Ein Tablet für jedes Kind 18:41 Uhr
Bernd Riexinger im Porträt: Auf dünnem Eis 18:29 Uhr
Lagos: Flugzeug mit 153 Passagieren in Nigeria abgestürzt 18:11 Uhr