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EZB-Chefökonom Stark
„Wir haben Zeit gekauft, mehr nicht“
Es lohnt sich, für den Euro zu kämpfen
Deutschland war viele Jahre lang Exportweltmeister. Das bedeutet, dass ein grosser Teil der deutschen Arbeitsplätze (in manchen Branchen 50% und mehr) davon abhängen, dass ausländische Käufer deutsche Waren abnehmen. Deutschland selbst kann sie nicht gebrauchen. Es erscheint mir logisch und offensichtlich, dass der Euro, der Währungsschwankungen (und damit -Risiken) für den grössten Teil des Handels ausschliesst, für Deutschland von grossem Vorteil ist. Nehmt den europäischen Ländern die Finanzierungsmöglichkeiten, und wir haben Arbeitslosigkeit auf unvorstellbar hohem Niveau in Deutschland, weil keiner mehr unsere Produkte kaufen kann. Also: zuerst einmal zahlen wir für uns selbst, wenn wir unsere Abnehmer stützen! Das Gejammere darüber ist töricht. Dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen, ohne Veränderungen also eines Tages das böse Erwachen kommt, ist eine andere Sache.
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