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Die Zukunft des Journalismus
ARD und ZDF könnten im Internet Maßstäbe setzen
Wenn es nicht diese Truppe wäre...
"ARD und ZDF beziehen ihre Legitimation (...) aus der Frage, ob private Medien verlässlich in der Lage sind, für qualitativ hochwertige Inhalte zu sorgen." Demnach haben die Anstalten in den letzten Jahren erfolgreich ihre eigene Legitimation untergraben. Dass es grundsätzlich keinen öffentlich-rechtlichen Journalismus im Netz außerhalb von Videobeiträgen geben soll, ist in der Tat schwer einzusehen. Würden sich die ÖR auch auf dieses Kerngeschäft konzentrieren, gäbe es bestimmt weniger Bedenken. Solange man aber meint, die bekanntesten (teuersten) Entertainer (Jauch, Kerkeling, Will, Lanz, Gottschalk) mit öffentlichen Geldern zu hofieren zu müssen und sich von den privaten zu häufig nur dadurch absetzt, dass man sie im verzweifelten Wettbewerb schlecht kopiert, macht der geplante Vorstoß ins Netz nur wütend. Dieser wurde ja sofort benutzt, um erhöhten Finanzbedarf anzumelden. Vor diesem Hintergrund ist Niggemeiers Vision eines öffentlich-rechtlichen Netzjournalismus schlicht lächerlich und blauäugig. Wilde Fantastereien über ein theoretisches Idealbild helfen niemandem weiter, die Sender die ich kenne, wollen einfach nur überall mitmischen. Setzt ihnen Grenzen, wo sie sie dringend brauchen, dann kann man andere öffnen.
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