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Abstimmung im Bundestag
Betreuungsgeld und Ende der Praxisgebühr beschlossen
Unsachliche Kommentare
Liebe Mitforisten, einige von Ihnen scheint der Durchblick in der
Debatte abhanden gekommen zu sein. Vielleicht sollten Sie die schwarze
Brille mal abnehmen, um klarer zu sehen. Es geht darum, dass jede
Familie ab nächstem Jahr einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kita
Platz hat. Dieser kann vom Gesetzgeber her nicht eingehalten werden, da
es versäumt wurde, entsprechende Investitionen in solche
Institutionen zu tätigen. Jedoch wird, anstatt diese Investitionen
nachzuholen, Geld dafür ausgegeben, dass Familien Ihre Kinder zu
Hause betreuen. Dadurch wird es Müttern erschwert, wieder im
Berufsleben Fuß zu fassen. Viele Familien können sich nur ein
Einkommen schlichtweg nicht leisten. Viele junge Paare werden sich die
Frage stellen, ob sie sich in anbetracht nicht genügend vorhandener
Kitaplätze ein Kind überhaupt leisten können. Die
150,-€ Betreuungsgeld sind da sicherlich keine Alternative. Man
erschwert diesen Menschen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Muss man aber nicht so sehen.
Ich halte beides für notwendig und sinnvoll (Kita Ausbau und
Betreuungsgeld) und sehe nicht, warum es hier (ist ja nicht so,
daß man dafür nicht in anderen Bereichen kürzen
könnte, die weniger wichtig für die Zukunft sind) eine
"entweder/oder" Entscheidung geben muss.
Ich sehe auch nicht, inwieweit die Einführung des Betreuungsgeldes
nun dafür sorgen sollte, daß sich viele junge Paare fragen,
ob sie sich ein Kind überhaupt leisten können. Daran sind dann
eher die Steuerlast, unsichere Zukunftsperspektiven dank EU-Politik,
Inflation und niedrige Löhne (letztere übrigens auch ein
Resultat des Gedankens, der Mensch müsse immer dem Markt zur
Verfügung stehen, der in der Kita Debatte ja mittlerweile sogar
ziemlich offen geäußert wird) Schuld.
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