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FAZ.NET-Frühkritik
Verschleierte Toleranz
Schade,
dass die beiden Politiker so viel Zeit für den Wahlkampf
vergeudeten. Frau Kelek mit ihren fundierten Kenntnissen bekam selten
und dann viel zu kurz das Wort. Dabei brachte sie die Diskussion genau
auf den Punkt, dass nämlich nicht nur die Salafisten, die jetzt
bei den Politikern aus erkennbaren Gründen (zu wenig Wähler)
die alleinigen Bösewichter sein sollen, sondern der Islam selbst
und seine Vereinigungen das Problem sind. Herr Oppermann war sich nicht
zu schade, trotz der fundierten Einwendungen von Frau Kelek den Islam
als Friedensreligion zu preisen. Er hat den Koran offenbar nicht richtig
gelesen, die zahlreichen Stellen, die zu Hass und Gewalt aufrufen, kann
man nicht einfach weginterpretieren. Als die vollverschleierte
Schweizerin von der Toleranz des Islam faselte, widersprach er nicht.
Als ehemaliger Richter fragte er sie noch nicht einmal, was denn
geschehen würde, wenn sie sich wieder vom Islam abwendet. Man will
offensichtlich potenzielle Wähler nicht vergraulen.
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