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Kritik an Rogoff-Studie
Wie schädlich sind Staatsschulden?
Das Problem ist die Nicht-Zurückzahlung der Staatschulden
Würden Staatsschulden wie andere Schulden getilgt werden, gäbe
es tatsächlich kein Problem. Jeder weiß aber, dass es anders
ist. Und mit steigender Schuldenlast und zurückgehender, schlechter
qualifizierter Bevölkerung ist an Tilgung nicht zu denken. Die
vorgesehene Schuldenbremse wird es niemals geben, denn schon für
die Rückzahlung der Schulden müssen neue Schulden aufgenommen
werden. Die Käufer der Staatsanleihen (Vermögende und Banken)
müssen zudem bei guter Laune gehalten werden, damit sie auch
weiterhin brav Anleihen kaufen. Gegen einen Schuldenschnitt haben sich
die Banken dadurch abgesichert, indem sie gleichzeitig Gläubiger
der Lebensversicherungen sind und immer damit drohen können, die
Versicherungen platzen zu lassen. Aber eigentlich weiß keiner
genau, wie viel die Banken bei der Finanzkrise an Eigen- und
Fremdkapital verloren bzw. verzockt haben. Es kann gut sein, dass allen
unseren privaten Altersvorsorgen und Lebensversicherungen keine Werte
mehr gegenüberstehen.
Banken Gläubiger der Lebensversicherungen?
Können Sie das belegen? ;-)
Fakt ist, dass die Zentralbanken die Banken unbegrenzt mit
Liquidität füttern, falls notwendig.
fakt ist auch, dass Staatsschulden immer nur "relativ"
zurück gezahlt werden. Also indem die Schuldenlast prozentual zum
BIP sinkt. In der Regel geschah dies durch Inflation oder
ähnliches. Nur gelegentlich gab es auch Staaten, die durch
Sondereffekte wie Erdölfunde in der lage waren, Schulden aktiv zu reduzieren.
Schulden durch Inflation oder andere Massnahmen, die das BIP
erhöhen, zu verringern, ist im Grunde genommen eine versteckte
Sondersteuer, die dem Gläubiger aufgebürdet wird. Direkt als
Inhaber einer Staatsanleihe, indirekt als Besitzer eines Sparbuches oder
einer Lebens- oder Rentenversicherung.
Insofern haben Sie Recht damit, dass die privaten Altersvorsorgen mit
dazu dienen, unsere Staatsschulden zu verringern. Der Wert nominal wird
erhalten bleiben. real allerdings wird deutlich weniger an Kaufkraft
übrig bleiben.
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