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Kommentar zu Ostern
Gott nimmt keinen Umweg
Das Gottesbild der Bibel
Ergänzen möchte ich noch, daß die Frage, warum Gott all
das Leid in der Welt zuläßt, auch mit der These von dem Gott,
der die Welt so herrlich regiert, schwer kollidiert. Denn nach dieser
These müßte man Gott für das Leid sogar verantwortlich
machen. In unserer Welt machen sich Menschen, die Leid verhindern
könnten, es aber nicht tun, sogar strafbar. Und das ist wohl ein
zivilisatorischer Fortschritt. Wenn Gott allmächtig ist, macht er
sich ständig der unterlassenen Hilfeleistung schuldig. Da hilft
auch nicht der gebetsmühlenartig vorgetragene Einwand, Ursache des
Leides seien doch nur die Menschen, was im übrigen angesichts aller
Naturkatastrophen sowieso ein unsinniger Einwand ist.
Es gibt zur Lösung nur eine logische Schlußfolgerung: Das
Gottesbild ist falsch, es basiert immer noch auf dem anthropozentrischen
at-Weltbild und einem allmächtigen "Herr"-Gott, welcher
nach den Vorstellungen der jüdischen Priesterkaste etwa 700 vor
Christus zusammenphantasiert wurde. Cui bono?
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