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Koch über Hartz IV
„Perversion des Sozialstaatsgedankens“
Fehlende Arbeitsaufnahme sei nicht immer unbed. die Schuld der Hilfsempfänger
Warum sollen sie auch etwas leisten, wenn sie ohne Leistung mehr kriegen?
Dies ist das Problem. Die Sozialleistungen sind zu hoch - und vor allem - werden nicht mehr nach dem Gesichtspunkt des eigenen Herbeiführens oder des unverschuldeten Herbeiführens unterschieden.
In der Sozialen Martwirtschaft galt: Arbeitnehmer, die aus Rationalisierungsgründen oder Unternehmenspleiten ihren Job verlieren, verdienen unsere Solidarität ohne wenn und aber. Aber die Gemeinschaft darf auch von ihnen fordern, dass sie sich aktiv um eine neue Stelle bemühen. Auch bei etwas niedriger Entlohnung und niedrigerer Qualifikation. Arbeitnehmer, die ihre Stelle selbst gekündigt haben, ohne einen anderen Arbeitsvertrag schon unterschrieben zu haben, können nicht auf die Gemeinschaft hoffen.
Dahin müssen wir wieder kommen. Dann gibt es auch wieder das klassische aufstiegsorientierte Arbeitermilieu.
Nun wird auch das Bildungsinteresse angesprochen, das mangelnde Interesse der Eltern, bei ihren Kindern die Lesefreude zu erwecken. Das ist vollkommen richtig. Aber auch das liegt daran, dass die Eltern zu viel Sozialtransfers erhalten. Es ist nunmal bequemer, den Kindern ein Playstation 3 und ein paar Spiele zu kaufen, als mit ihnen Bücher zu lesen.
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