Beitrag
Papst-Dekret
Ein Politikum
Unverständlich
Es sind gerade 50 Jahre der gegenseitigen Annäherung und der vertrauensvollen Zusammenarbeit dahin gegangen, erklärt Italiens oberster Rabbiner. Warum? Hat der Papst etwa aus Versehen einen Text seiner Vorgänger zitiert, in dem alle christlichen Nationen zu einem Kreuzzug aufgerufen werden, um Jerusalem aus der Hand der Ungläubigen zu befreien? Oder hat er dazu aufgerufen, von nun an unermüdlich die Juden zu missionieren, um sie auf den rechten Weg des Heilands Jesus Christus zu bringen? Nein, er hat etwas getan, wozu er als Oberhaupt seiner Kirche berechtigt ist: Er hat vier Bischöfe, die von Erzbischof Lefebvre zu Bischöfen geweiht und daraufhin exkommuniziert wurden, wieder in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen. Einer dieser Bischöfe hat kürzlich gesagt, er glaube nicht an die Judenvernichtung in Gaskammern und statt der in Deutschland gesetzlich vorgeschriebenen sechs Millionen seien höchstens 300.000 ungekommen. Das ist nicht die Meinung der katholischen Kirche und auch nicht die Meinung des Papstes. Wenn dafür "50 Jahre der Annäherung und vertrauensvollen Zusammenarbeit" über Bord gehen, dann zeigt das, daß diese Annäherung und Zusammenarbeit der jüdischen Seite nicht allzu viel wert gewesen ist.
Es sind 0 Antworten auf diese Lesermeinung vorhanden.
Lesermeinung am Artikel lesen, beantworten und empfehlen