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Gastbeitrag
Vom Tod europäischer Werte
Zerstörerische Ökonomisierung
In grossen Teilen hat Sahra Wagenknecht recht. Allerdings möchte
ich auf drei Punkte aufmerksam machen:
1. Das griechische Erbe und seine Folgen, auf das Kunst, Geist und
Demokratie Europas aufbauen (könnten), ist nicht passé. Als
Menschen haben wir die Möglichkeit dieses Erbe wieder aufleben zu
lassen. Leider ist dieses Erbe im Laufe der Geschichte immer wieder
geschlagen, getreten und unterjocht worden.
2. Ebenso ist die europäische Idee der Nachkriegszeit nicht tot.
Allerdings fragt sich, ob die Ursprungsidee noch zeitgemäss ist und
ob wir Menschen ein Europa wollen, wie es uns die Politik vorgaukelt.
Ein Europa der Menschen ist in weiter Ferne, das politische Europa ist
dubios: Aber wir haben ein Europa der Finanzinteressen.
3. Sahra Wagenknecht am Kern deutscher, europäischer und
Weltprobleme vorbei. Es zählt nur noch die Ökonomie. Oder
drastischer: Wir haben es in allen Bereichen mit einer
Ökonomisierung zu tun, die zerstörerisch ist. Und die Politik
wirkt dabei munter mit.
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