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Griechen streiken
„Regierung in die Reserve“
Gordischer Knoten
Papandreu und seine Regierung ist nicht zu beneiden. Auf der einen Seite
verlangen die EU-Staaten spürbare Reformschritte, auf der anderen
Seite verlangt das griechische Volk zumindest ein milderes Reformtempo.
Beide Forderungen sind absolut berechtigt, ein klassisches Dilemma.
Die Frequenz und die Intensität von Streiks, Arbeitsverweigerungen
(z.B. Steuerverwaltung) gar Unruhen im Land lässt den Schluß
vermuten, dass die notwendigen Reformen zu viel sind für das Land,
ganz unabhängig von der ökonomischen Interpretation dieser
Schritte. Logische Folge wäre aus griechischer (Politik-) Sicht den
Forderungen des Volkes stärker nachzugeben, was wiederum die
sichere Zahlungsunfähigkeit des Landes bedeuten würde.
Letzten Endes sitzt das Volk am längeren Hebel. Aus diesem Grund
wird eine Zahlungsunfähigkeit des Landes nicht auszuschließen
sein. Aufgabe der EU muss es sein, die Folgen (Dominoeffekte) zu
begrenzen, und nicht diesen zu starken Kräften entgegen zu wirken.
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