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Nach der Tragödie in Duisburg
Panikforscher verteidigt Sicherheitskonzept
Theorie vs. Erfahrung
Prof. Schreckenberg ist Theoretischer Physiker, seine Expertise die der Transportphänomene, wie z.B. im Straßen- und Fußgängerverkehr. In diesem Gebiet ist er nachgewiesen erfolgreich - aber eben Theoretiker. Als solcher untersucht er in mathematischen Modellen und Computersimulationen die Abhängigkeit makroskopischer Parameter wie z.B. der "Dichte" und "mittleren Flußgeschwindigkeit" von räumlichen und zeitlichen Randbedingungen (Anzahl Verkehrsspuren, Tunneln, Zustromrate, Entscheidungswahrscheinlichkeiten an Verzweigungen, ...). Damit kann man auch grob untersuchen, wie sich eine Menschenmenge in einer Geometrie verteilt.
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Den Einsatz gesunden Menschenverstandes und menschlicher Erfahrung zur Beurteilung der Situation vor Ort und zur Vorhersage möglichen erratischen Verhaltens kann das freilich nicht ersetzen. Eine Simulation kann nur das simulieren, was vorher darin modelliert (und damit erwartet) worden ist, und davon ausgehende Gefahren und Schwachstellen aufdecken, oder Grenzbelastungen aufzeigen (ab wievielen Besuchern droht wo ein Stau).
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Es ist also unangemessen, eine solche (noch so ausgefeilte) Simulation als Ersatz für eine gründliche Untersuchung vor Ort einzusetzen, und entsprechende Erwartungen sind zu hoch.
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