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Gesine Schwan zur Zukunft Europas
Wie wollen wir die politische Union in Europa?
Wie? Überhaupt nicht.
"Da wir vermutlich vor einer Weichenstellung mit erheblichen Folgen
stehen und die Zeit drängt,"...
.
Spätestens da, fängt man an, den Text nur noch zu
überfliegen anstatt zu lesen.
.
Jeder der meint, die Zeit dränge, hat Absichten, die garantiert
gegen das normale Interesse des Volks sind.
Merke: Wenn es um die Existenz nicht nur von Staaten aber von JEDEM
einzelnen Bürger geht, hat man ALLE Zeit der Welt.
WER genau meint eigentlich, dass "die Zeit drängt"?
Wessen Interessen genau stehen dahinter?
Nicht umsonst gibt es den einfachen Satz: Gut Ding will Weile haben.
Mehr ist zu dem Schwanschen Überrumpelungsversuch nicht zu sagen.
Das "gute Ding" braucht nun schon mehr als 30 Jahre und da
sprechen Sie von
"will Weile" haben? Wegen dieser blöden Zögerei
haben wir ja den "Salat".
Hätten wir schon in, sagen wir, 1995 das EU Parlament wirklich
stark gemacht, als Souverän, und nicht die Ach's und Weh's der
nationalen Politiker, die um ihre vielen Pöstchen bangen, beachtet,
dann wäre uns Vieles erspart geblieben. Ich wage sogar zu
behaupten, dass es dann keine STAATSCHULDENKRISE gäbe, weil eine
zentrale Finanzpolitik viel rigoroser vorgegangen wäre mittels
einem Parlament, dass nur dem Souverän, also dem VOLK
verantwortlich wäre! Das Subsidiaritätsprinzip stringent in
der EU von oben nach unten eingeführt, Strukturen entschlackt
(National-Staaten weg, Regionen als Bundesstaaten), Nationalismen
abgebaut und gut wäre gewesen.
Die Menschen an den Schnittstellen Europas, an den Grenzen der ollen
Nationalstaaten, denken längst europäisch.
Und deshalb drängt die Zeit. Weil die Gelegenheit jetzt
günstig ist, denn die nationalen Politiker sind ertappt und entlarvt!
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