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Umstrittene Dissertation
Schavan: Fehler sind kein Plagiat
Dissertationen
Wer mal miterlebt hat, wie Dissertationen entstehen, oft über ein
halbes Jahrzehnt verteilt, inklusive all der Verzettelungen, Irrwege,
Revisionen, Kürzungen, Erweiterungen, Erläuterungen,
Fußnotenschlachten, der kann sich doch nicht ernsthaft fragen, ob
man hier von Plagiatsabsicht sprechen kann. Ja, der Standard sollte
sein, dass sowas nicht passiert.
Leider ist eine Arbeit im Umfang von mehreren hundert Seiten, in
fachliterarischer Hochsprache und auf eine Unmenge an
Sekundärliteratur gestützt, selbst für den Verfasser
hinterher kaum noch zu überschauen. Hier katholischer als der Papst
zu sein, ist der pure Idealismus und von der Realität weit
entfernt. Die Schavan-Arbeit wurde sogar vom internen
"Gremium" der xy-Plag-Seite, die die Arbeit zuerst
inspizierte, als wenig verdächtig abgekanzelt und nur von einem
einzelnen Spinner an die Presse getragen...
Man müsste all die Politiker-Dissertationen mal in Relation setzen
und ein paar "unbekannte" Autoren untersuchen. Das wird was...
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