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Autorschaft
Das Ich als Unverschämtheit
Erst kamen sie uns?
Ist das ironisch? Kamen die Autoren uns, den Lesern, oder kamen die
Autoren uns, den Literaturkritikern, mit Kram? Ich finde eine Bewertung
von Büchern als gut oder schlecht in Zeitungen gut, und wenn dann
noch Kriterien genannt werden, um so besser. Aber beides geht nicht,
entweder die Literaturkritik bewertet ein Buch als gut oder schlecht,
oder sie arbeitet mit den Autoren daran, schlechte Manuskripte vor der
Veröffentlichung besser zu machen.
Reents scheint mir die Autoren, deren Bücher ihn stören, zu
bitten, ihre schlechten Manuskripte nciht zu veröffentlichen,
sondern lieber als Briefe oder Blogs geneigten Freunden zukommen zu
lassen. Emcke hat ja Briefe an Freunde als Buch veröffentlicht. Ob
die Adressaten schon beim Empfang ihrer Briefe wussten, dass die an sie
gerichteten Briefe in Buchform erscheinen sollten?
Ich fände es auch besser, wenn nur noch ganz wenige, sehr gute
Bücher erschienen, aber leider erscheinen viele, die nicht allen gefallen.
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