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Nach heftiger Kritik
Novartis-Präsident verzichtet auf 72-Millionen-Abfindung
Unternehmerfreiheit!
Ich finde nicht, dass der Staat einer Firma reinreden soll. Das ist
meine Überzeugung und damit basta. Herr Vasella hat für sein
Geld hart geschuftet und wenn Novartis ihm dies bezahlen will - dann
soll sich jeder Nicht-Aktionär da raushalten. Das ist purer Neid
und ich schäme mich als Schweizer für diesen Neid!
Hier geht es nicht um Neid
Hier geht es darum, ob sich ein Manager dieses Formats einfach aus der
Kasse bedienen kann, wie es und seinen Aufsichtsratskollegen resp. der
Vergütungsausschuss passt, Herr Macheroni. Wenn die Aktionäre
damit einverstanden sind, ist das o.k. Deshalb die
Abstimmungsinnitiative. Eine Firma mit 72 Mio. zu erleichtern, ist
unverschämt. Dieses Geld gehört den Aktionären. Ob Sie
persönlich Anteile haben, spielt da keine Rolle. Irgendwie sind Sie
jedenfalls beteiligt. Zumindest mit dem Ausgleichsfond der AHV.
Möglicherweise sogar durch Ihre Pensionskasse. Jedenfalls
dürfte Ihnen dies nicht egal sein. Wenn Sie sich hierüber
schämen wollen, wirkt das komisch.
Sie finden, der Staat solle der Wirtschaft ihre Freiheiten lassen. Ja,
das finde ich auch. Aber es gibt Auswüchse, die, wenn der Mensch
sich nicht an eine gewisse Vernunft halten kann, reguliert werden
müssen. Ich meine damit die dummen, tugendlosen Machenschaften
unserer Wirtschaftskapitäne.
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