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FAZ.NET-Frühkritik: Armstrong bei Oprah Winfrey
Armstrongs kalkulierte Selbststilisierung
Armselig! Mir wird schlecht!
Dieser Typ ist doch der armseligste Wicht, der mir seit langem begegnet
ist! Ein paar Krokodilstränen, der Verweis darauf, dass es doch
alle getan hätten, Krebs, seine Stiftung usw. und er glaubt, damit
wäre alles wieder gut? Den Krebs hatte er vielleicht erst durch
sein Doping, besiegt hat er ihn längst nicht als einziger, hart
gearbeitet haben die anderen Radler mindestens genau so und ob die
Stiftung überhaupt jemals etwas gegen Krebs unternommen hat, ist
aus meinen Augen höchst zweifelhaft. Es ging dort immer um
"cancer awareness", aber was soll das überhaupt bringen?
Wenn wir uns Krebs vergegenwärtigen, bleibt er uns dann fern?
Letzten Endes diente diese ganze Show nur zur eigenen PR, und erinnern
wir uns an die ewig lange Liste von vehementesten Dementis zum Thema Doping.
Man kann für den Radsport nur zwei Dinge hoffen: Dass Greg LeMond
neuer UCI-Präsident wird, und den elenden Sumpf um McQuaid und
Verbruggen trockenlegt, und Armstrong seine Aussagen unter Eid abgeben muss.
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