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Wirtschaftswissenschaften
Wie politisch soll der Ökonom sein?
Eine unfruchtbare Debatte
M.E. geht die deutsche Debatte am Thema vorbei. Zu allererst könnte man sich fragen, weshalb die Ökonomen bei der – mangelnden – Vorhersage der ggw. Finanzkrise versagt haben. Das hat viel mit der Methodik der akademischen Volkswirtschaftslehre zu tun. Diese folgt im wesentlichen neoklassischen Modellen, wenn man Glück hat mit ein wenig neoklassisch verbrämtem Keynes (IS/LM-Modell). Eine Kritik der – oft unsinnigen – Annahmen dieser Modelle kommt meist nicht vor. Das gilt auch für die sog. mikrofundierte Makroökonomik, die Annahmen wie die des sog. "representative agent" verwendet, was jeglichen Realitätsbezug von vorneherein beseitigt. So etwas wären Probleme, die einer Diskussion würdig wären.
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Die Aussage: "Gute Ökonomen haben keine Schwierigkeiten, sich über die Grundlagen ihres Faches zu verständigen" geht vollends in die Irre.
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1. möchte ich einmal wissen, was die Definition eines "guten" Ökonomen ist. Daß Prof. Sinn, der auch gern einmal Import und Export verwechselt, als angesehen gilt, sagt mir, daß meine Definition abweichen könnte.
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2. werden die m.E. guten Ökonomen gerade Schwierigkeiten haben, sich über die Grundlagen des Faches zu verständigen – eben weil sie um deren Schwächen wissen.
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