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Anti-Ratgeber Teil 2
Was unsere Leser nie wieder studieren würden
Politikwissenschaft
Aus einem recht blauäugig gewählten Magisterstudiengang in
diversen romanischen Sprachen wechselte ich nach wenigen Semestern in
die Politikwissenschaft, um herauszufinden, was die Welt im Innersten
zusammenhält. Leider blieb dem "Institut für
Wissenschaftliche Politik" die Empirie bis kurz vor Ende meines
Studiums recht fremd, nur vereinzelt gab es Einführungen in
statistische Methoden u.ä. Und so studierte ich ein sehr text- und
theorielastiges Fach, das bisweilen eher an Geschichte oder
Literaturwissenschaften gemahnte als an den
gesellschaftswissenschaftlichen Bereich, nur um kurz vor dem Abschluss
festzustellen, dass ohne belastbare Statistikkenntnisse mit der
Politikwissenschaft heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Dass ich
dafür, im Gegensatz zu vielen Menschen mit universitärem
Hintergrund, nicht in jedem Satz die deutsche Sprache vergewaltige,
zahlt sich bisher leider nicht in barer Münze aus. Daher kann ich
mein Fach nur mit geschickt gewähltem Nebenfach empfehlen.
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