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Werder Bremen
Das Ende der Ära Schaaf
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Mit Thomas Schaaf geht ein weiterer "ehrlicher Arbeiter" unter
den deutschen Fussballtrainern. Es ist kein Zufall, dass zur gleichen
Zeit mit Jupp Heynkes in München ein vergleichbarer Typ über
die Hintertür verschwinden wird. Sie zählen zu einer langsam
abtretenden Generation von Trainern, die ehrliche Arbeit über die
Show gestellt haben. So honorig das sein mag, sie passen nicht mehr in
die Zeit. Liga-Fussball ist kein Sport mehr, sondern eine große
Show mit Milliardenumsätzen. Dies verlangt anderes Personal. Ein
Klopp in Dortmund hat einen im Schatten agierenden exzellenten
Trainerstab, der die Mannchaft in Wirklichkeit trainiert. Er macht vor
den Kameras die Show und fallweise den Hampelmann, Bösewicht oder
Entertainer. Das macht er gut, so gut wie kein anderer in der Branche.
München hat dafür Sammer und bald Guardiola. Sie geben den
Affen den Zucker, den sie wollen. Natürlich wird weiterhin Fussball
gespielt. Aber wen interessiert das noch wirklich?
Woher wissen sie so genau, wer im Trainerteam des BVB genau was macht?
Ich masse mir nicht an, das zu wissen, habe aber ehrlich gesagt einen
völlig anderen Eindruck als Sie. Dortmund spielt einen
Konzeptfußball mit glasklarer Handschrift. Und wenn man sich Mainz
unter Klopp, Klopp als Taktikexperte im TV bei der WM 2006 und die
Entwicklung des BVB seit 2008 anschaut, lautet meine Erkenntnis, dass
Spielkonzept, Auswahl der Spieler, Taktik sehr wohl Klopp-Sache sind. Es
mag schon sein, dass andere sich darum kümmern, die Fitness, die
Balltechnik und das taktische Verhalten des einzelnen Spielers zu
schulen, aber Klopp ist m.E. sehr wohl der harte Arbeiter, der alles
zusammen hält.
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