Beitrag
Kredite aus Russland?
Putins Zypern-Dilemma
Langsam reicht's.
Nicht ein einziger zypriotischer Parlamentarier hat für den
vorliegenden EU Plan gestimmt. Viele begründeten diesen Schritt mit
ihrem Stolz, der eine Zustimmung unmöglich mache. Das sie mit ihrem
"Stolz" vor allem die sogenannten kleine Leute treffen. war
ihnen scheinbar egal
Dann soll Zypern doch den Weg der Insolvenz gehen. Wenn falscher Stolz
der Politiker, gepaart mit Unkenntnis oder Dummheit zur neuen Maxime der
Finanz- und Wirtschaftspolitik werden soll, bleibt keine andere
Möglichkeit mehr. Dann kann es nur noch heißen: Learning by
Doing - und viel Glück auf eurem Weg.
"Wenn diese EU-Bedingung Schule macht"
Nur, dass es sich dabei nie um eine Bedingung der EU gehandelt hat. Die
zyprische Regierung hat sie vielmehr selbst vorgeschlagen, wohlgemerkt
zunächst sogar ohne jegliche Ausnahmen für Kleinsparer. Jetzt
stellt sie sich überrascht hin und tut so, als hätte sie von
allem nichts gewusst, als sei das von der EU aufgezwungen worden.
An anderer Stelle wird gern gefordert, dass die "Profiteure der
Krise" auch mal zur Kasse gebeten werden sollten, und laut wird
applaudiert. Nun will man die Kleinsparer nicht besteuern, weil sie ja
kaum etwas haben. Die Großinvestoren will man aber auch nicht
besteuern, um nicht den Ruf Zyperns als "internationalem
Finanzplatz" zu gefährden. Überhaupt will man also gar
niemanden zur Kasse bitten, denn das ist, sobald es konkret wird, wieder
mal am populärsten. Zypern will so weitermachen wie bisher, und
wenn sich die EU querstellt, wird dann über das "Diktat"
aus Brüssel und vor allem Berlin geschimpft. Sauber eingefädelt.
Lesermeinung am Artikel lesen, beantworten und empfehlen