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Strafrecht
Nachbarn sollen vor Sexualstraftäter gewarnt werden
Jeder Sexualstraftäter ist gefährlich
Lieber Falk Hammer,
klare Antwort auf Ihre Frage: Jeder. Wie ein Vorkommentator schon zutreffend anmerkt: Fragen Sie sich selbst, ob eine Therapie etwas an Ihren sexuellen Vorlieben ändern könnte. Die Antwort ist nein. Sonst könnte man ja auch beliebig Homosexuelle zu Heterosexuellen "therapieren" oder umgekehrt. Vor allen Dingen sollten Sie sich aber einmal ersthaft eine Vergewaltigung in allen Details ihres Ablaufes vorstellen, und zwar einmal aus der Rolle des Opfers, einmal aus der Rolle des Täters. Dann wüßten Sie, was für ein nachhaltiges Trauma so eine Tat sein muß, und wieviel sadistische Energie dazugehört, sie zu zu vollziehen. Den "reuigen Täter", den Sie so leichthin anführen, gibt es: eine verschwindend geringe Zahl von Tätern macht sich in einer Therapie tatsächlich klar, was sie einem anderen Menschen angetan haben, und diese Reue hat dann selbstzerstörerische Züge. Die meisten jedoch wissen schon vorher sehr genau, was sie tun, und sind oft auch in der Lage, einem Therapeuten Reue und Einsicht vorzuspielen. Denken Sie bitte nicht nur an die zweite Chance der Täter, sondern auch an die lebenslang beeinträchtigte oder zerstörte Sexualität der Opfer und das Recht anderer Menschen, nicht zu neuen Opfern zu werden.
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