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Kampagne
Wir in Deutschland
Kampagne "Du bist Deutschland" - Schwachsinn wird Methode
Gerade habe ich zum ersten Mal den Fernsehpot zur neuen Indoktrinationskampagne "Du bist Deutschland" gesehen. Ich bin erschüttert. Bislang habe ich ja gedacht, dass es solche Propaganda nur in totalitären Staaten gibt, doch anscheinend sind wir in Deutschland schon so tief gesunken, dass Kritik üben, Fehler aufdecken und Mängel anprangern inzwischen als Nörgeln und Schlechtreden abqualifiziert wird. Anscheinend brauchen wir eine solche Propaganda. Wie ich in einem Artikel der FAZ vom 24.09.2005 lesen konnte, kostet diese Kampagne 33 Mio €, sei überparteilich und von der Wirtschaft finanziert.
Ich stelle hier mal die Frage: Wieviele Schulen, Kindergärten, Bildungseinrichtungen allgemein hätte man damit fördern können, renovieren können, besser personell oder materiell ausstatten können? Wäre das nicht das Beste für Deutschland gewesen?
Was ändert sich nach diesem Spot für den fünfzigjährigen Arbeitslosen, der nach mehr als 30 Erwerbsjahren jetzt von Hartz IV leben muss, der gern wieder arbeiten würde, der gern sein Bestes geben würde, dem aber niemand mehr eine Chance gibt? Der vielleicht sogar sein mühsam erarbeitetes Haus verliert, weil er erst seine Altersversorgung verbrauchen muss? Was ändert sich für all die Menschen, die in Deutschland Angst um ihre Arbeitsplätze haben, die jeden Tag ihr Bestes geben, und dann entlassen werden.
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